Ich bin Malala

“‘Wenn du etwas ganz fest willst, dann wird das Universum darauf hinwirken, dass du es erreichen kannst’, heißt es in dem Roman [Der Alchimist, Anm. von mcflash99]. Ich glaube, Paulo Coelho ist noch nie Taliban oder einem unserer unfähigen Politiker begegnet.”

Vor kurzem habe ich das Buch “Ich bin Malala: Das Mädchen, das die Taliban erschießen wollten, weil es für das Recht auf Bildung kämpft” von Malala Yousafzai gelesen.

Malala ist ins Licht der Öffentlichkeit gerückt, als sie im Oktober 2012 in ihrer Heimat Pakistan von den Taliban durch einen Kopfschuss fast ermordet worden wäre, weil sie sich für ein Recht auf Bildung für Mädchen einsetzte. Die damals 15-jährige überlebte den Angriff, hielt 2013 eine Rede vor den Vereinten Nationen und bekam 2014 den Friedensnobelpreis als jüngste Preisträgerin in der Geschichte des Nobelpreises.

In ihrem Buch beschreibt Malala autobiografisch ihre Kindheit im Swat-Tal und geht dabei sehr detailliert auf ihre Familie und Freunde ein. Man erfährt viel über die Lebensumstände, die Kultur und die Menschen in Pakistan und darüber, dass sich die Menschen im Swat-Tal eigentlich gar nicht so richtig zu Pakistan zugehörig fühlen.

Das Leben im Swat-Tal war friedlich und frei, viele Familien hatten Fernseher und westliche Medien waren überall zu haben. Darüberhinaus konnte jeder zur Schule gehen. Malalas Vater eröffnete selbst eine Schule und Malala besuchte dort mit ihren Freundinnen den Unterricht. Die Wichtigkeit der Schule und ihre Liebe zum Lernen betont sie immer wieder.

In den Nachwirkungen vom 11. September änderten sich diese Umstände langsam aber stetig: Nach und nach fassten die Taliban immer mehr Fuß im Swat-Tal. Malala erzählt, wie die Taliban es mittels eines zunächst gemäßigten Radiosenders schafften, immer mehr Unterstützung zu bekommen. Mit der Zeit wurden die Botschaften allerdings radikaler und nach und nach wurde das Leben der Einwohner immer weiter beschnitten. Fernseher und DVDs wurden verboten, Schulen geschlossen (später auch gesprengt) und Mädchen wurde es untersagt, Schulen zu besuchen.

Malala besuchte trotzdem immer weiter die Schule ihres Vaters und setzte sich öffentlich für das Recht auf Bildung für Mädchen ein. Nach dem oben beschriebenen Attentat durch die Taliban beschreibt Malala, wie sie wie durch ein Wunder überlebt hat und in ihrer neuen Heimat Birmingham genesen konnte.

In ihrem neuen Leben sieht sie sich erst recht dazu berufen, weiter für das Recht auf Bildung für Mädchen überall auf der Welt zu kämpfen und gründet den Malala Fund.

Ich habe durch das Lesen des Buches eine Menge über eine mir vorher völlig unbekannte Kultur erfahren. Wenn heute in den Medien über die Umstände in Pakistan und die Taliban berichtet wird, ist das für mich deutlich greifbarer als vor der Lektüre. Mehr als einmal standen mir beim Lesen des Buchs die Tränen in den Augen, sowohl aus Unverständnis als auch aus Rührung. Malala ist eine wunderbare Persönlichkeit, die versucht, Änderungen auf dieser Welt herbeizuführen. Ich hoffe von ganzem Herzen, dass sie damit Erfolg hat!

Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on TumblrEmail this to someoneFlattr the author

Altes neues Hobby: Zocken

Früher habe ich sehr viel gezockt. In den letzten Jahren allerdings fast gar nicht mehr, weil ich mir einreden lassen habe, dass das Zeitverschwendung ist und ich mit meiner Zeit besseres anfangen kann. Das ging so weit, dass ich irgendwann festgestellt habe, dass meine Tage so durchgetaktet sind mit Tätigkeiten, die mich irgendwie “weiter bringen”, dass in meinem Leben überhaupt kein Raum mehr für Dinge war, die einfach nur Spaß machen. Im Februar hat sich zum Glück etwas Raum aufgetan, weil ich zwei Monate “zu früh” mit dem ersten Semester meines Fernstudiums fertig wurde. Diesen Raum wollte ich nicht mit einer weiteren lernschweren Tätigkeit füllen, sondern etwas tun, das ausschließlich dadurch motiviert ist, Spaß zu haben. Die Wahl fiel dann leicht: Ich habe meine alte XBox 360 entstaubt und mein altes Hobby, das Zocken, wiederaufgenommen. Daran habe ich sofort wieder so viel Spaß gefunden, dass ich es nach wie vor genieße, mich abends nochmal ein Stündchen vor die Konsole zu setzen. Diese Art von Spaß hat mir definitiv gefehlt. Im Folgenden ein paar Gedanken zu den Spielen, die ich seit der Wiederaufnahme meines Hobbies gespielt habe und ein kleiner Ausblick, wie es weitergeht.

Skyrim

Das erste Spiel, das ich gespielt habe, war direkt eines epischen Ausmaßes: Skyrim. Nachdem ich 2002 schon Morrowind durchgespielt habe und immer noch grandiose Erinnerungen daran habe, habe ich irgendwann den Nachfolger Oblivion gespielt, den ich damals eher enttäuschend fand. Nun folgte also mit Skyrim der fünfte Teil der Elder Scrolls-Reihe. Dieses hat mir wieder äußerst gut gefallen. An Morrowind habe ich zwar immer noch bessere Erinnerungen, aber das könnte auch nostalgischen Gefühlen und der Tatsache, dass ich in Morrowind einfach noch ein Vielfaches an Zeit versenkt habe, geschuldet sein. Skyrim habe ich in ca. 35h durchgespielt und dabei die Hauptquestreihe sowie eine hohe Anzahl an Nebenquests (unter anderem den kompletten Krieg zwischen Kaiserlichen und Sturmmänteln auf Seiten letzterer) erfüllt. Alle weiteren möglichen Tätigkeiten wie Schmiedekunst, Alchemie, Housing usw. habe ich bewusst links liegen gelassen.

Batman: Arkham City

Nach Abschluss von Skyrim habe ich Batman: Arkham City gespielt. Auch hier habe ich vor einigen Jahren bereits den Vorgänger Arkham Asylum durchgespielt. Die wesentliche Spielmechanik wird in Arkham City beibehalten, doch alles ist eine Nummer größer. So sind die Gefangenen jetzt nicht mehr auf einer Gefängnisinsel untergebracht, sondern haben einen kompletten Stadtteil besetzt, in dem man sich als Batman frei bewegen darf. Die Spielmechanik in der Mischung aus Action Adventure, Prügelspiel und Schleicher hat mir wieder einen Riesenspaß gemacht. Auch die Story und die Inszenierung selbiger fand ich grandios. Besonders hat mir der Bosskampf gegen Mr. Freeze gefallen, den man fünf Mal treffen muss, jedes Manöver dabei aber nur einmal funktioniert. Da ist Kreativität gefragt und ich habe einige Versuche gebraucht. Auf die Nebenquests sowie die Catwoman-Missionen habe ich weitestgehend verzichtet. Das Prequel zu den beiden Spielen, das sich Arkham Origins nennt, werde ich auslassen und dann, wenn ich eine aktuelle Konsole mein Eigen nennen darf, den neuen Teil Arkham Knight, der im Juni erscheint und von der Handlung an Arkham City anschließen soll, wahrscheinlich wieder spielen.

Halo 4

Nach dem Abschluss von Batman: Arkham City habe ich mich entschieden, noch die zwei Spiele zu spielen, die ich unangetastet rumliegen habe und mir dann eine Playstation 4 zuzulegen. Das erste dieser beiden Spiele ist Halo 4. Auch hier hatte ich schon den Vorgänger Halo 3 gespielt und nur gute Erinnerungen daran. Halo 4 hat von den Kritikern gute Bewertungen bekommen, so dass ich sehr gespannt darauf war. Schon beim Intro ist mir die Spucke weggeblieben. Eine so tolle Grafikqualität auf der alten XBox 360 habe ich bis dato noch nicht gesehen. Das Spiel selber war für mich anfangs eher eine Ernüchterung. Das liegt nichtmal daran, dass das Spiel schlecht wäre, hier haben sich einfach meine Interessen dahingehend verschoben, dass reine Shooter mich einfach nicht mehr vom Hocker hauen. Ich habe mich schnell dafür entschieden, dass ich auf jeden Fall die Story und seine atemberaubende Inszenierung sehen möchte, am tatsächlichen Spiel aber weniger interessiert bin. Deshalb habe ich den Schwierigkeitsgrad auf easy gestellt und versuche so, zügig und ohne große Frustmomente durchzukommen. Bisher klappt das super, ich bin aktuell in der letzten Mission. Mittlerweile habe ich auch schon einige Parts absolviert, in man nicht zu Fuß unterwegs war, sondern einen Mech, ein Fahr- oder ein Flugzeug steuert. Diese Parts haben mir allesamt Spaß gemacht, viel mehr als die traditionellen Shooterparts. Und Story sowie Inszenierung sind auch bis zur letzten Mission noch über jeden Zweifel erhaben.

So gehts weiter

Nach Halo 4 werde ich auf jeden Fall noch Borderlands 2 anspielen, welches ich hier noch rumliegen habe. Ich bin gespannt, ob mir das gefallen wird, denn im Grunde ist das ja auch ein reiner Shooter, wenn auch mit Rollenspielelementen. Danach sind alle meine XBox 360-Titel abgespielt und ich werde mit dem Kauf einer Playstation 4 in die aktuelle Konsolengeneration einsteigen. Die Entscheidung für die Playstation 4 und gegen die XBox One ist primär auf Grund der Controller gefallen, die ich bereits im Geschäft angetestet habe: Der XBox One-Controller ist für mich ein Rückschritt gegenüber den tollen XBox 360-Controllern und der Playstation 4-Controller ist um Welten besser als der der Playstation 3 und liegt mir auch besser in der Hand als der der XBox One. Gefestigt wurde mein Urteil durch das Lesen von Testberichten zu The Last of Us, einem exklusiven Playstation-Titel, auf den ich mittlerweile unglaublich heiß bin. Ich warte jetzt eigentlich nur noch darauf, dass irgendwo ein für mich interessantes Playstation 4-Bundle auftaucht.

Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on TumblrEmail this to someoneFlattr the author

Der Spaßverderber


Du bist mit deinen besten Freunden in einer fremden Stadt.
Der einzige Veganer in der Gruppe.
Ihr sucht etwas zu essen, findet ein gut bewertetes Restaurant.
Schon beim Betreten willst du wieder raus.
Hofbräuhausatmosphäre. Extrem fleischlastig.
Du hattest dir vorgenommen, deine Wünsche zurückzustellen.
Willst kein Spaßverderber sein.
Du sagst nichts. Ihr geht rein.

Für dich ist der Laden primitiv und verabscheuenswert.
Auf den Tischen türmen sich Fleischberge.
Das kann niemand ernsthaft gut finden, denkst du.
Es ist voll. Deine Freunde sind begeistert.
Du verstehst die Welt nicht mehr.
Es zieht dich runter. Deine Laune ist finster.

Noch Tage später grübelst du.
Zweifelst deine Werte an.
Hinterfragst dein Verhalten.
Vielleicht hättest du deine Abneigung äußern müssen.
Im Nachhinein ist das einfach.
Oder doch lieber gleichgültig sein? Nicht so runterziehen lassen?
Du kannst es nicht mehr ändern.

Wie reagierst du beim nächsten Mal?

Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on TumblrEmail this to someoneFlattr the author

Registriert euch als Stammzellenspender und rettet Leben!

Vor einigen Wochen war Elternabend in unserer Kita. Dort kam ein sehr ernstes und trauriges Thema zur Sprache: Bei einem Kind, das die Kita letzten Sommer verlassen hatte um zur Schule zu wechseln, wurde Leukämie (Blutkrebs) diagnostiziert. Alle Behandlungsversuche bis dahin waren fehlgeschlagen. Der Zustand des Kindes war sehr schlecht und die letzte Chance, die es hatte, war, einen geeigneten Stammzellenspender zu finden.

Leider werden nur ein Drittel aller Patienten, die einen Spender benötigen, im eigenen Familienkreis fündig. Die meisten sind somit auf Fremdspender angewiesen, wobei die Wahrscheinlichkeit, einen Spender außerhalb der Familie zu finden, äußerst gering ist. Folglich ist es wichtig, dass sich so viele Menschen wie möglich als Stammzellenspender registrieren, um diese Chance zu erhöhen. Wir wurden von den Kita-Betreuern auf die Seiten der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) aufmerksam gemacht, auf denen man sich als Spender registrieren kann.

Die Registrierung funktioniert sehr schnell und einfach: Man bekommt von der DKMS ein Registrierungsset zugeschickt, welches zwei Wattestäbchen beinhaltet. Mit diesen nimmt man jeweils einen Wangenabstrich, lässt sie fünf Minuten trocknen und sendet sie im beiliegenden Umschlag an die DKMS zurück. Anhand der Wangenabstriche bestimmt das Labor die Gewebemerkmale, womit dann ermittelt werden kann, ob man der passende Spender für einen Patienten ist. Diese Gewebemerkmale werden in eine Datei aufgenommen und stehen der weltweiten Stammzellenspendersuche zur Verfügung.

Wenn man als Spender in Frage kommt, kann die Spende auf zwei verschiedene Arten ablaufen: In 80% der Fälle werden die Stammzellen direkt aus der Blutbahn genommen. Bei diesem Verfahren gibt es keine bekannten Langzeitnebenwirkungen. In den restlichen Fällen wird dem Spender unter Vollnarkose Knochenmark aus dem Beckenkamm entnommen. Dieses regeneriert sich innerhalb von zwei Wochen wieder. Die Risiken bei dieser Methode beschränken sich im Wesentlichen auf die Narkose.

Für viele Menschen ist die Stammzellenspende die einzige Möglichkeit zum Weiterleben. Für Spender sind der Aufwand und das Risiko einer Spende sehr gering. Deswegen appelliere ich an alle, denen es möglich ist, sich in die Spenderdatei eintragen zu lassen, es kann Leben retten!

Zum Schluss noch eine Gute Nachricht: Letzte Woche bekamen wir die Mitteilung, dass für das eingangs erwähnte Kind ein Spender gefunden werden konnte.

Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on TumblrEmail this to someoneFlattr the author

Workflow: iPhone-Fotos auf einem Synology-NAS bereitstellen und sichern

Der Umgang mit digitalen Fotos ist eine Wissenschaft für sich. Im Jahr 2015 möchte man möglichst von allen Geräten jederzeit auf die eigenen Fotos zugreifen können. Das funktioniert nur, wenn die Fotos zentral in der Cloud abgelegt werden. Derzeit werben einige große Anbieter wie Dropbox oder Apple darum, die Fotos der Benutzer beheimaten zu dürfen. Mittlerweile kann man auf Knopfdruck aktivieren, dass neue Aufnahmen sofort und automatisch zum jeweiligen Dienst hochgeladen werden. Unbedarfte Nutzer kommen so in den Genuss einer sehr bequemen Lösung.

Ich möchte meine Fotos aber nicht irgendwo in der Cloud ablegen, zumal keiner der populären Anbieter eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung anbietet und somit zum einen die Mitarbeiter des Cloud-Anbieters und zum anderen potenziell auch andere Interessenten die Möglichkeit haben, meine Fotos auszuwerten.

Bei mir zuhause habe ich ein NAS von Synology stehen, welches Software bietet, um Fotos zentral bereitzustellen und welches so eingerichtet werden kann, dass es von außerhalb des Heimnetzwerks, also von überall, erreichbar ist. Um dieses NAS herum habe ich mir einen Workflow eingerichtet, der es mir ebenfalls erlaubt, immer und überall von jedem Gerät auf meine Fotos zuzugreifen, allerdings ohne die Nutzung eines populären Cloud-Anbieters. Stattdessen liegen die Fotos gemütlich im heimischen Wohnzimmer.

Neben der Zugriffsmöglichkeit auf die Fotos und der Nutzung einer privaten Cloud ist mir wichtig, dass die Fotos strukturiert abgelegt sind, dass ich für den Zugriff keine proprietäre Software benötige, dass die Fotos regelmäßig gesichert werden und dass der Workflow weitestgehend automatisch abläuft, so dass ich möglichst wenig Zeit für die Organisation meiner Fotos aufwenden muss.

Mein aktueller Workflow erfüllt diese Bedingungen unter Nutzung eines iPhones mit der App CameraSync, einer OwnCloud-Installation, eines Macs mit der Software Hazel und eines Synology-NAS mit der Software Photo Station. Es folgt der Workflow im Detail.

Hochladen der Bilder zu OwnCloud

Ich fotografiere ausschließlich mit dem iPhone. Im ersten Schritt müssen die Bilder dieses verlassen. Dafür benutze ich die App CameraSync. Diese kann Fotos zu verschiedenen Zielen hochladen, unter anderem auch in WebDAV-Ordner. Mit dieser App könnte ich die Bilder direkt auf mein NAS hochladen, allerdings sollen sie vorher noch umbenannt und in eine Ordnerstruktur einsortiert werden. Diese Schritte laufen auf meinem Mac ab.

Daher lade ich die Fotos nicht direkt auf mein NAS hoch, sondern in einen WebDAV-Ordner in meiner OwnCloud. OwnCloud ist vergleichbar mit bekannten Cloud-Diensten wie Dropbox, bietet aber den Vorteil, dass man die Daten selbst hostet. Meine OwnCloud habe ich auf meinem Webspace bei All-Inkl installiert, mit ein wenig Bastelei könnte man sie allerdings auch auf einem Synology-NAS zum Laufen bekommen.

Auf dem Mac ist die OwnCloud-Clientsoftware installiert, die die Inhalte der OwnCloud mit einem Ordner auf dem Mac synchronisiert. Auf diese Weise landen die Fotos, die ich in die OwnCloud hochlade, letztlich automatisch auf dem Mac.

Verarbeitung der Fotos mit Hazel

Auf dem Mac habe ich das Tool Hazel installiert. Dieses kann bestimmte Ordner überwachen und auf den Dateien, die es findet dann nach bestimmten Regeln Aktionen ausführen. Ich habe dort eingerichtet, dass der OwnCloud-Ordner überwacht wird, in den ich die Fotos hochgeladen habe.

Zunächst benennt Hazel die Dateinamen der Fotos um. Dafür liest es aus den Metadaten der Bilder Aufnahmedatum, -uhrzeit und -ort aus und generiert daraus einen Dateinamen. Meine Fotos haben dann einen Dateinamen im Format “2015-04-05 at 12-18-18 – LA(53,587) – LO(10,044).jpg”. Anschließend werden die Fotos in eine Ordnerstruktur bestehend aus Aufnahmejahr und Aufnahmemonat verschoben. Für das obere Beispiel wäre das “Fotos/2015/2015-04-April/”.

Die Umbenennung der Dateien und das Sortieren in die Ordner funktioniert völlig automatisch ohne mein Zutun im Hintergrund. Wenn die Fotos auf dem Mac angekommen sind, lösche ich sie aus der Camera Roll meines iPhones. Das muss ich leider manuell tun, es gibt aber im Gegenzug die Sicherheit, dass kein Foto verloren gegangen ist.

Bereitstellung auf dem NAS

Auf dem Synology-NAS habe ich das Paket Photo Station installiert. Dieses stellt die Fotos eines definierten Ordners auf dem NAS in einer schicken Weboberfläche dar. Außerdem gibt es korresponierende Apps für iOS und Android, von denen aus man auf die Fotos zugreifen kann. Standardmäßig wird jeder Ordner, den Photo Station findet, in der Software als Album dargestellt. Somit habe ich ohne weiteres Zutun automatisch für jeden Monat ein Album mit den dort entstandenen Aufnahmen. Ich muss lediglich noch die Ordner von meinem Mac in den Photo Station-Ordner auf dem NAS verschieben.

Selbst wenn ich auf einem Gerät die Photo Station-Software gerade nicht im Zugriff habe, kann ich noch auf die Bilder zugreifen, wenn ich Zugriff auf den Ordner des NAS habe. Die Fotos sind nämlich nach wie vor dort im Dateisystem sortiert und nicht in einer proprietären Bibliothek, die ich nur mit der Photo Station-Software lesen und verwalten kann.

Automatisches Online-Backup der Daten

Für die regelmäßige Sicherung habe ich einen Account bei iDrive. Die Server von iDrive stehen zwar in der USA, die Daten kann man aber mit einem privaten Schlüssel Ende-zu-Ende verschlüsseln. Außerdem ist der Dienst vergleichsweise günstig und bietet eine App für Synology an, mit der man direkt die Daten eines NAS sichern kann.

Dort habe ich eingerichtet, dass mein NAS seine Daten inklusive der Fotos jede Nacht nach iDrive sichert und mir anschließend eine Erfolgsmeldung per E-Mail sendet. So habe ich jeden Morgen das gute Gefühl, dass meine Daten gesichert sind.

Optimierungspotenzial

So stellt sich mein aktueller Foto-Workflow dar. Er erfordert nur noch sehr wenig Zeitaufwand meinerseits, beinhaltet aber noch einige manuelle Schritte: Ich starte den Upload der Bilder in die OwnCloud mit CameraSync manuell an und später muss ich die hochgeladenen Fotos manuell vom iPhone löschen sowie die sortierten Fotos manuell vom Mac auf das NAS kopieren.

Das automatische Kopieren vom Mac auf das NAS könnte ich sicherlich mit Hazel einfach umsetzen, für die manuellen Schritte am iPhone suche ich allerdings noch nach Verbesserungen. Toll wäre beispielsweise eine App, die neue Fotos automatisch in einen WebDAV-Ordner hochladen kann und diese nach erfolgreichem Upload dann vom iPhone löscht. Eine solche ist mir derzeit allerdings nicht bekannt.

Wenn ihr Optimierungsvorschläge für meinen Workflow oder eigene effiziente Workflows habt, würde ich mich über Kommentare sehr freuen!

Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on TumblrEmail this to someoneFlattr the author

Fundstücke 004

In den Fundstücken verlinke ich in unregelmäßigen Abständen fünf interessante Links, auf die ich gestoßen bin.

Smiling Scots, worried Welsh and lazy Londoners: survey maps regional personality types | Science | The Guardian
In Großbritannien gab es eine groß angelegte Studie darüber, welche Persönlichkeitstypen vermehrt in welcher geographischen Gegend wohnen. So eine Studie würde ich gern in Deutschland sehen.

Pasta salad with rucola, tomato and basil tofu | The vegan vulture
Ein weiteres Rezept meiner besseren Hälfte. Diesmal ist es einfach und leicht, aber trotzdem lecker. Der Sommer kann kommen!

The 100 Best Websites for Writers in 2015 | The Write Life
Umfassende Linkliste mit Ressourcen übers Schreiben. Da sollte für jeden etwas dabei sein, der sich ein bisschen mit dem Schreiben befassen möchte.

TinEye Reverse Image Search
Das Internet kann mich noch überraschen. Von der Existenz von Rückwärtssuchen für Bilder wusste ich bisher noch nicht. Man lädt ein Bild hoch oder gibt die URL zu einem an und TinEye verrät einem die Quelle(n) des Bildes. Ich fand es beeindruckend.

The Science Of Why You Should Spend Your Money On Experiences, Not Things | Fast Company
Wir sollen unser Geld lieber für Erlebnisse ausgeben, als für Materielles, weil das langfristig glücklicher macht. Menschen kaufen trotzdem lieber Dinge, weil sie davon länger etwas hätten als von einem zeitlich begrenzten Erlebnis. Ich könnte mir als zusätzlichen Grund noch vorstellen, dass viele Menschen einfach ein so vollgepacktes Leben haben, dass gar keine Zeit mehr für Erlebnisse bleibt und so stattdessen materielle Dinge gekauft werden.

Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on TumblrEmail this to someoneFlattr the author

Überwinde die Angst vor Ablehnung

Avoid Criticism

Wenn ich hier im Blog einen Artikel veröffentliche, dann teile ich ihn auf Twitter. Auf Facebook teile ich ihn allerdings nicht. Diese Entscheidung habe ich nie bewusst getroffen, es hat sich intuitiv so ergeben. Als ich letztens darauf aufmerksam geworden bin, wollte ich wissen, wieso diese unbewusste Entscheidung so gefallen ist und habe eine interessante Erkenntnis über mich gewonnen.

Meine Follower auf Twitter sind zum Großteil Menschen (oder Bots), die ich nicht persönlich kenne. Meine Facebook-Freunde dagegen kenne ich alle persönlich. Daraus schließe ich, dass ich zwar eigentlich will, dass meine Artikel von so vielen Menschen wie möglich gelesen werden, aber doch bitte von niemandem, der mich kennt. Wenn ich über diesen Schluss nachdenke, dann muss ich einräumen, dass er völlig richtig ist. Dieses Verhalten ist umso ausgeprägter, je persönlicher ich schreibe. So habe ich weniger Probleme damit, einen Artikel über vegane Pizza in Hamburg mit Bekannten zu teilen, als ein persönlicheres Stück wie dieses hier.

Das gleiche Prinzip trifft auch auf Feedback zu: Ich würde unheimlich gern Feedback auf meine Artikel in Form von Kommentaren oder per E-Mail bekommen, aber von jemandem im echten Leben direkt damit konfrontiert werden? Um Himmels Willen!

Dieses Verhalten kann ich auch auf andere Bereiche meines Lebens übertragen. Ich kann mich noch erinnern, dass ich vor einigen Jahren als Gitarrist in einer Coverband gespielt habe und immer sehr froh war, wenn ich niemanden im Publikum kannte. Generell fällt es mir leichter, vor Fremden aus mir heraus zu gehen als vor Bekannten. Ich vermute, dass der Grund für dieses Verhalten eine Angst vor Ablehnung ist, die ich in mir trage. Je weniger über mich bekannt ist, desto unverwundbarer bin ich und desto weniger Raum biete ich anderen für eine schlechte Beurteilung. Vor Fremden ist die Angst nicht so schlimm, weil ich dort den (Pseudo-)Schutz der Anonymität genieße.

Es gibt gute Gründe dafür, diese Angst vor Ablehnung überwinden zu wollen. Die Unverwundbarkeit gegenüber Kritik durch andere geht mit einer Unnahbarkeit einher, weil es einfach kein Profil gibt, das jemand fassen könnte. Man schwimmt eben immer mit, gestalten tun die anderen. Außerdem führt diese Angst dazu, dass man sein eigenes Verhalten so anpasst, dass man am besten gar nicht mehr auffällt und die eigene Persönlichkeit und deren Bedürfnisse unterdrückt. Verhaltensweisen, die ich an mir selbst in der Vergangenheit zur Genüge beobachten konnte.

Doch wie kann man diese Angst überwinden? Ablehnung wird es immer geben. Selbst wenn wir etwas Großartiges erschaffen wird es immer Menschen geben, durch die es schlecht beurteilt wird. Wir müssen also dafür sorgen, dass wir uns von den Beurteilungen anderer unabhängig machen. In der Regel machen wir den Fehler, dass wir Kritik nicht nur auf unser Produkt oder unser Verhalten beziehen, sondern auf uns als Menschen. Wir nehmen also an, dass eine schlechte Leistung unseren Wert als Mensch herabsetzt, was natürlich nicht stimmt. Der Grund dafür, dass wir so denken, liegt in dem Selbstbild, das wir von uns haben. Denn wenn wir selbst schlecht von uns denken, gehen wir davon aus, dass andere genauso denken. Und genau das führt zu Schüchternheit und fehlendem Selbstvertrauen. Die Verbesserung dieses Selbstbilds ist der Schlüssel zur Überwindung der Angst vor Ablehnung.

Die Quintessenz daraus ist, dass wir daran arbeiten müssen, uns selbst so zu akzeptieren wie wir sind und uns selbst auch Fehler und Mängel eingestehen. Wichtig ist die Überzeugung, dass diese Fehler und Mängel nichts an unserem Wert als Mensch ändern. Nur wenn wir diese Überzeugungen verinnerlichen, können wir uns von der Kritik und Beurteilung anderer unabhängig machen und die Angst vor Ablehnung überwinden. Der erste und meiner Erfahrung nach schwierigste Schritt auf dem Weg dahin ist, dass man sich selbst dieser Angst vor Ablehnung bewusst wird, die man in sich trägt. Nur dann kann man aktiv daran arbeiten, sein Selbstbild zu verbessern.

“Avoid Criticism” by Celestine Chua is licensed under CC BY 2.0

Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on TumblrEmail this to someoneFlattr the author

Meine Gründe für die Apple Watch

Ab dem 10.04. um 9:01 Uhr wird man in Deutschland die Apple Watch vorbestellen können. Wer schnell vorbestellt, wird mit Glück eines der ersten Exemplare am 24.04. geliefert bekommen.

Ich trage schon seit Jahren keine Armbanduhr mehr, habe mich aber trotzdem dafür entschieden, eine Apple Watch zu kaufen. Wofür? Das weiß ich noch nicht, denn was die Uhr kann, wird sich erst in den nächsten Monaten und Jahren herausstellen.

Viele Stimmen stellen derzeit den Nutzen der Uhr in Frage, denn es gebe keine Anwendungsfälle dafür, die man nicht auch mit dem Handy bearbeiten könnte. Dem Handy wird aber gleichzeitig ein unglaublich vielseitiger Nutzen attestiert.

Im Prinzip stimmt das, denn im Auslieferungszustand sind die Features der Uhr wirklich überschaubar. Als das heute so vielseitige iPhone 2007 erschienen ist, galt dafür aber das gleiche. Viel mehr als Telefonieren und Texten konnte man damals damit auch nicht tun. Dass sich das grundlegend geändert hat, ist dem App Store zu verdanken. Durch die unglaubliche Anzahl an Apps wurden viele Anwendungsfälle für das iPhone erst geschaffen, die man sich damals bei Erscheinen noch gar nicht vorstellen konnte.

Auf der ersten Seite meines iPhone-Homescreens befinden sich 27 Apps. Das sind die Apps, die ich regelmäßig benutze. Lediglich acht davon sind Apps, die von Apple auf dem Telefon vorinstalliert wurden. Die restlichen Apps kommen aus dem App Store und geben dem Telefon Fähigkeiten, die weit über den Funktionsumfang bei Auslieferung hinausgehen und nur dank dieser Apps ist das iPhone für mich benutzenswert.

Genau dieses Potenzial sehe ich auch bei der Apple Watch. Diese wird von Beginn an über einen App Store verfügen und viele Entwickler arbeiten jetzt schon mit Hochdruck an Apps für die Uhr. In den ersten Monaten werden vermutlich viele Begleit-Apps zu bereits auf dem iPhone existierenden Apps erscheinen, die einen schnellen Überblick liefern und einfache Interaktionen bieten, ohne dass man das Telefon dafür aus der Tasche ziehen muss. Ich rechne aber auch damit, dass aus den Köpfen kreativer Entwickler Apps entstehen, die Anwendungsfälle für die Apple Watch kreieren, an die man jetzt nicht mal im Traum denkt.

Die generelle Neugierde und dieses Potenzial, welches ich in den Apps sehe, sind für mich die Gründe, die Apple Watch zu kaufen. Wofür ich die Uhr nutzen werde? Das kann ich heute noch nicht absehen. Durch den Kauf nehme ich aber die Wette an, dass sie mich in irgendeiner Form produktiver machen wird.

Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on TumblrEmail this to someoneFlattr the author

Kundenzufriedenheit my ass!

Dieser Post wird ein Rant, dies mal als Vorwarnung. Drei Firmen haben es gestern geschafft, mich unzufrieden zurückzulassen. Und ich bin wirklich niemand, der überkritisch ist. Doch von vorn: Mein Plan war, nach der Arbeit nach Altona zu fahren, dort ein Auto von Car2Go zu mieten, damit zum Altonaer Ikea fahren, ein paar Sachen zu kaufen und diese mit dem Smart nach Hause zu transportieren. Das hat im Endeffekt funktioniert, mein Erlebnis wurde aber durch mehrere völlig unnötige Unwegsamkeiten sehr getrübt.

Die erste miese Erfahrung ist unabhängig von meinem Vorhaben auf dem Weg nach Altona passiert: Eine Mail von DHL. Besagt, dass die Sendung, die ich mir an eine Packstation habe liefern lassen, ab dem nächsten Werktag in der Filiale abgeholt werden kann. Da könnte ich mittlerweile platzen! Vor allem, weil das nicht das erste Mal passiert, sondern vor jedem Feiertag wieder. Sie kriegens einfach nicht auf die Kette, da mal z.B. durch höhere Kapazitäten vorzusorgen, wenn sie doch genau wissen, dass das Ding vor Ostern wieder voll sein wird. Wenn ich mir extra was an die Packstation liefern lasse, dann ist mit Sicherheit das letzte was ich will, in die verfluchte Filiale zu müssen. Die Filiale, deren Öffnungszeiten sich mit den Zeiten, an denen ich Zeit habe, das Paket zu holen, dann überschneiden, wenn die Schlange an Menschen vom Schalter bis auf die Straße steht. Vielen Dank dafür!

In Altona angekommen habe ich mir einen Car2Go-Smart geschnappt. Ein neueres Modell, wo der Schlüssel nicht mehr rechts neben dem Display, sondern links neben dem Lenkrad abgelegt wird. Habe ich beim Losfahren nicht weiter drauf geachtet, wird aber später noch interessant. Bei der Einfahrt ins Parkhaus von Ikea habe ich wohlwollend zur Kenntnis genommen, dass das Parken für Ikea-Kunden kostenlos ist. Allerdings stand weder auf den Schildern, noch auf der Parkkarte, wie man dieses kostenlose Parken in Anspruch nimmt. Auch im Bereich der Aufzüge oder der Kassen fand ich keinerlei Hinweise dazu, also ging ich davon aus, dass die Bezahlautomaten das wohl irgendwie, vielleicht durch Scannen meines Kassenbons, registrieren können. Weit gefehlt, das Teil hat mir ohne weitere Einstellmöglichkeit die Parkgebühren abgezockt. Das empfinde ich als eine Riesen-Sauerei! Klar hätte ich an der Kasse nachfragen können, aber erstens bin ich introvertiert und zweitens sehe ich Ikea hier ganz klar in der Bringschuld! Kann ja nicht sein, dass die einem ihr eigenwilliges System nirgends erklären. Oder wollen die etwa gar nicht, dass da jemand kostenlos parkt?

Dann habe ich die Rückfahrt von Altona nach Barmbek angetreten. Auch wenn ich mich in Hamburg mittlerweile grob zurechtfinde, habe ich doch das Navi des Car2Go-Smarts programmiert. Ein großer Fehler, denn das war mit großem Abstand das schlechteste Navi, das ich jemals erlebt habe. Wenn man sich im dichten Stadtverkehr allein darauf verlassen müsste, hätte man an den meisten Kreuzungen keine Chance, sich richtig einzuordnen ohne ein Verkehrschaos auszulösen. Ich frage mich, ob die per pro Minute abgerechnete Fahrzeit auf diese Weise künstlich verlängert werden soll?

Nachdem ich glücklicherweise direkt vor unserer Wohnung einen Parkplatz gefunden hatte, wollte ich die Miete des Smarts beenden. Das ganze scheiterte 15 Minuten lang daran, dass ich den Schlüssel nicht wieder zurück in die blöde Halterung links neben dem Lenkrad bekommen habe! Die Öffnung ist geformt wie ein Schlüssel (!), der Schlüssel passt aber einfach nicht rein. Ich habe verzweifelt das ganze Auto nach irgendwelchen Flyern oder Aufklebern durchsucht, die den Prozess beschreiben, aber nichts. Am Ende lag es daran, dass man nicht den Schlüssel in die Halterung schieben muss, sondern eine runde Marke, die mit am Schlüsselbund hängt. Vielleicht bin ich einfach nur bescheuert, aber ein kleiner Hinweis wäre nett gewesen!

Das waren vier richtig miese Erfahrungen, die allesamt völlig unnötig sind. Wenn man als Firma nur ein wenig Wert auf die Zufriedenheit seiner Kunden legt, dann versucht man doch, solche Vorkommnisse zu verhindern, oder sehe ich das falsch? Ich bin mir sicher, wenn ich euch in den Kommentaren nach euren schlechten Erfahrungen mit Firmen frage, ist das ein Fass ohne Boden. Also Feuer frei!

Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on TumblrEmail this to someoneFlattr the author

Fernstudium Psychologie: Start des zweiten Semesters

Heute am 01.04. beginnt offiziell das zweite Semester meines Fernstudiums Psychologie an der PFH Göttingen. Ich habe meine Lernunterlagen bereits alle bekommen und kenne seit heute meine Klausurtermine. Vom Umfang des Stoffes bin ich im Moment sehr erschlagen, das ist doch einiges mehr als im ersten Semester.

Im Laufe des Semesters, also bis Ende September, muss ich drei Module bearbeiten und jeweils mit einer Klausur abschließen. Im Einzelnen sind das die folgenden:

  1. Differentielle Psychologie und Persönlichkeitspsychologie
    • 4 Lehrbriefe
    • 520 Seiten
    • Klausur: Ende Mai
  2. Sozialpsychologie
    • 4 Lehrbriefe
    • 624 Seiten
    • Klausur: Ende August
  3. Biologische Psychologie
    • 3 Lehrbriefe
    • 308 Seiten
    • Klausur: Ende September

Zusammengefasst heißt das, dass ich elf Lehrbriefe mit insgesamt satten 1.452 Seiten bearbeiten muss. Zum Glück konnte ich mir bereits einen Vorsprung in der differentiellen Psychologie und Persönlichkeitspsychologie herausarbeiten. Trotzdem fürchte ich, dass die ein bis zwei Stunden am Tag, die ich bisher investiert habe, für das kommende Semester nicht ausreichen werden. Da muss ich diszipliniert sein, so wenig Prokrastination wie möglich zulassen und hoffen, dass der Stoff leicht verständlich ist und ich schnell damit durchkomme.

Trotz aller Fokussiertheit auf den Lernstoff möchte ich auch dieses Blog weiterhin mit Inhalten befüllen. Eine Strategie dafür, die ich letztens bereits einmal angewendet habe, kann sein, dass ich hier Sachartikel über Themen veröffentliche, die ich im Rahmen meines Studiums ohnehin lernen muss. Auf diese Weise komme ich zum Schreiben, lerne aber auch gleichzeitig relevanten Stoff. Voraussetzung dafür ist, dass ich davon ausgehe, dass das Thema für den ein oder anderen außer mir interessant sein könnte. Allzu theoretische und trockene Inhalte werde ich euch dann doch lieber ersparen.

Jetzt stürze ich mich erstmal auf die Lehrbriefe und versuche, dem Stoff etwas von seinem Schrecken zu nehmen. Ich werde euch hier auf dem Laufenden halten, wie ich mit dem Pensum vorankomme.

Tweet about this on TwitterShare on FacebookShare on Google+Share on TumblrEmail this to someoneFlattr the author