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Ungesellig, finanzinteressiert, berufswechselwillig

In meinem wöchentlichen Logbuch lasse ich meine letzte Woche Revue passieren und schreibe über die Dinge, die mich gerade beschäftigen.

Stark tagesformabhängige Geselligkeitsenergie

In dieser Woche hatte ich relativ viele berufliche Meetings sowie den Mensastammtisch in der Freizeit. Dabei ist mir wieder mal richtig bewusst geworden, wie stark tagesformabhängig meine Energie dafür ist, mich in Gruppengesprächen einzubringen. Während es in einigen dieser Veranstaltungen sehr gut lief, hatte ich eine richtig grauenhafte dabei, in der ich mich zu fast gar keinem Wort durchringen konnte. Das lag nicht daran, dass ich nichts hätte beitragen können, mir lag sogar oft etwas auf der Zunge. Allerdings habe ich mich wie gelähmt gefühlt und es nicht geschafft, die Energie aufzubringen, meine Beiträge auszusprechen. Das war eine richtig schlimme Erfahrung, die mir zeigt, dass ich noch nicht so weit bin, wie ich eigentlich dachte und dass ich wieder härter an meinen sozialen Skills arbeiten sollte. Ich sehe es jetzt positiv, dass das Thema durch dieses Erlebnis wieder in meinem Bewusstsein ist und dass ich mich selber in nächster Zeit in sozialen Situationen bewusst wieder mehr pushen kann.

Cashkurs

Ganz anderes Thema: das liebe Geld. Ein trockenes, unsympathisches Thema, an dem ich bislang in meinem Leben noch nie ein Interesse hatte. Mittlerweile stört mich aber jedes Thema sehr, bei dem ich völlig unwissend von anderen abhängig bin. Wenn ich sehe, wie Kunden bei Themen beraten werden, bei denen ich mich auskenne (Elektrofachmärkte), dann stellt sich mir die Frage, ob mich ein Bankberater nicht auch so über den Tisch ziehen würde, wenn ich ahnungslos z.B. nach einer guten Anlagemöglichkeit fragte. Also habe ich den Entschluss gefasst, mich selber aufzuschlauen und meine Geschicke selbst in die Hand zu nehmen. Zu diesem Zweck habe ich mir das Buch Cashkurs von Dirk Müller gekauft und in ein paar Tagen schon fasst komplett durchgelesen. Ich hätte nicht gedacht, dass mich das Thema so begeistern kann: Das Buch ist an Anfänger wie mich gerichtet und beschreibt die wichtigsten Anlageformen, Altersvorsorgen, Versicherungen, Investmentmöglichkeiten usw. sehr unterhaltsam sowie einfach verständlich. Wer also seine persönlichen Finanzen selbst in die Hand nehmen will und noch keinen Schimmer davon hat, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen!

Beruflicher Kurswechsel

Mit meiner Tätigkeit als Softwareentwickler bin ich schon seit einiger Zeit nicht mehr so richtig zufrieden. Mir macht zwar die Tätigeit des Programmierens an sich Spaß, mich interessieren Dinge wie Anwendungsdesign oder neue technologische Entwicklungen aber überhaupt nicht. Obwohl ich denke, dass ich einen guten Job mache, glaube ich nicht, dass das eine gute Grundlage ist, diese Tätigkeit auch in ferner Zukunft noch auszuüben. Letztlich ist das sicherlich auch ein Mitgrund dafür, dass ich im Oktober ein Psychologiestudium angefangen habe.

Weil ich überhaupt noch keine Vorstellung davon habe, was für eine Tätigkeit ich in Zukunft ausüben könnte, beobachte ich seit einiger Zeit, welche Aspekte meiner Arbeit mir Spaß machen und welche nicht. Momentan habe ich das Glück, etwas vielfältigere Aufgaben zu haben und habe dabei festgestellt, dass es mir richtig Spaß macht, wenn es entweder um fachliche Themen (was wünscht sich der Kunde?) oder um die Arbeitsmethodik (Wie arbeiten wir als Team zusammen?) geht. Wenn es um die mögliche technische Umsetzung geht, also der Bereich, für den ich eigentlich zuständig bin, habe ich hingegen weniger Spaß. Da liegt die Schlussfolgerung nahe, dass ich mich in Zukunft eher aus der Technik entfernen und eher hin zur methodischen Beratung orientieren sollte.

Die offensichtliche Position dafür wäre die des Scrum-Masters, die ich mir im Moment sehr gut vorstellen könnte. In dieser Rolle müsste ich mich auch nicht mehr unbedingt mit dem umzusetzenden Produkt identifizieren, was mir in meiner bisherigen beruflichen Laufbahn ohnehin noch nie gelungen ist. Außerdem würde ich dort auch mein Wissen aus dem Psychologie-Studium wunderbar einsetzen können. Für den Rest des Jahres bin ich auf jeden Fall noch als Softwareentwickler im Einsatz. Ein möglicher Plan wäre jetzt gegen Ende des Jahres eine Zertifizierung als Scrum Master zu machen um dann im nächsten Jahr zu versuchen, eine entsprechende Stelle zu bekommen.

Logbuch vom 28.01.2015

Es folgt eine kurze Aufstellung der Dinge, die mich gerade beschäftigen.

Studium

Da ich so gut in der Zeit liege, lasse ich es gerade ein wenig schleifen und verbringe nicht jede freie Minute damit, am Studium zu arbeiten. Dennoch konnte ich zumindest eine weitere Einsendeaufgabe fertigstellen (Thema: Moderation und Präsentation) und muss jetzt fürs erste Semester nur noch eine weitere erledigen. Allerdings wurden von den mittlerweile fünf abgegebenen Einsendeaufgaben erst zwei korrigiert, ich hoffe da tut sich in den nächsten Tagen etwas.

Arbeit

Ich denke im Moment stark darüber nach, in welche Richtung ich mich in Zukunft beruflich verändern möchte. Mir gefällt mein aktueller Status als Freiberufler sehr, doch das Programmieren allein erfüllt mich nicht mehr. Des Weiteren interessiere ich mich auch überhaupt nicht mehr für Neues in diesem Bereich, und so denke ich, dass ich mich, obwohl ich meinen Job gut mache, umorientieren sollte. Wohin weiß ich allerdings noch nicht. Ich glaube, mir würden zumindest anteilig Koordinationsaufgaben gut liegen und außerdem sollte es etwas sein, bei dem ich das Wissen über Psychologie, das ich mir gerade durch mein Fernstudium aneigne, auch einsetzen kann. Als Hilfestellung habe ich mir in der Stadtbücherei mal das Buch Finde den Job, der dich glücklich macht: Von der Berufung zum Beruf von Angelika Gulder geliehen und arbeite das nebenbei durch.

Zocken

Wie letzte Woche bereits geschrieben, habe ich mal wieder meine Xbox 360 entstaubt und mir Skyrim gekauft. Nach zwei Tagen war der Download dann auch endlich abgeschlossen und ich konnte endlich loslegen. Ich habe seitdem jeden Tag ein bisschen gespielt und bin wirklich begeistert. Der Umfang des Spiels ist immens und die Welt zieht mich voll rein. Es gibt einfach so viel zu tun und die Welt sieht fantastisch aus. Ich laufe total gern einfach nur so durch die Landschaft um von A nach B zu kommen, ohne die Schnellreisefunktion zu nutzen. Mal schauen, wie lange es mich fesseln kann, im Moment tut es das auch jeden Fall!

Podcasts

Wenn ich zur Arbeit fahre, laufen gehe oder einfach so allein in der Stadt unterwegs bin, habe ich eigentlich immer einen Podcast auf den Ohren. Es gibt eine Unzahl an Podcasts, die ich regelmäßig höre. Anfang Januar ist ein neuer Podcast gestartet, der mich mit seiner ersten Folge sehr beeindruckt hat: Invisibilia. Darin geht es um die unsichtbaren Kräfte, die das menschliche Verhalten bestimmen, also Ideen, Überzeugungen, Vermutungen oder Emotionen. In der ersten Folge wird die Geschichte von Martin Pistorius erzählt, der über zwölf Jahre in seinem eigenen Körper eingesperrt war. Absolut überwältigend!

Wie im letzten Logbuch schließe ich auch hier mit dem Druck auf die Tränendrüse, denn mein Sohn hat mal wieder einen Virus aus der Kita mitgebracht und ihn freundlicherweise an mich weitergegeben…