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Das Drachenblut investiert in Pilzwiesen

In meinem wöchentlichen Logbuch lasse ich meine letzte Woche Revue passieren und schreibe über die Dinge, die mich gerade beschäftigen.

Geldanlage

Wie letzte Woche schon beschrieben, lese ich mich gerade in das Thema “persönliche Finanzen” ein. Um selbige habe ich mich bisher nie besonders gekümmert. Mittlerweile bin ich mit dem Buch Cashkurs von Dirk Müller (sehr gutes Buch übrigens!) durch und habe mich dazu entschlossen, die Geschicke meines Geldes selbst in die Hand zu nehmen.

Ein wichtiger Punkt, den ich im Buch gelernt habe, ist, dass sich Investitionen und Ethik nicht ausschließen und genau das ist mir bei jedweden Entscheidungen, die ich treffe, wichtig. Im Buch werden einige Negativbeispiele für Aktivitäten am Kapitalmarkt erklärt, die Leid im großen Stil erzeugen (Spekulationen mit Lebensmitteln zum Beispiel) und dennoch unverständlicherweise legal sind.

Ethisch korrekt kann man investieren (man beachte den Unterschied in der Wortwahl: investieren vs. spekulieren), indem man Aktien von Unternehmen kauft, hinter denen man selbst steht (also nicht unbedingt von Rüstungskonzernen, vielleicht aber von Unternehmen der erneuerbaren Energien). So stellt man diesen Geld zur Verfügung, das diese wiederum zur Durchführung ihres Geschäfts verwenden, und wird als Gegenleistung am Gewinn beteiligt.

Zocken

Vor längerer Zeit habe ich ja geschrieben, dass ich meine Xbox 360 entstaubt und Skyrim angefangen habe. Mittlerweile habe ich ca. 30 Spielstunden hinter mir und es ist noch lange kein Ende in Sicht. Ich habe eine Menge Quests erledigt und den Sturmmänteln dabei geholfen, Einsamkeit einzunehmen (sprich: die Questreihe ist abgeschlossen). Mit den ganzen Handwerkstätigkeiten oder Wohnung kaufen habe ich mich noch garnicht beschäftigt und das reizt mich auch nicht.

Mein Charakter ist jetzt Level 15, hat eine ganz passable Ausrüstung und ich bin jetzt bereit, das Spiel für mich abzuschließen, d.h. fokussiert die Hauptquests anzugehen. Ich kann nicht einschätzen, wie lange das noch dauern wird, aktuell muss ich die Schriftrolle der Alten finden, um damit in die Vergangenheit zu reisen, wo ich einen Schrei lernen kann, der in der Gegenwart den bösen Drachen besiegt.

Wenn ich das fertig habe, habe ich noch ein paar ungespielte Spiele rumliegen, die ich auf jeden Fall zumindest noch anspielen möchte, bevor ich mich der alles entscheidenden Frage stellen muss: Playstation 4 oder Xbox One. Habt ihr dazu eine Meinung? Fast alle, die ich kenne, bevorzugen das Gerät von Sony.

Schlemmen

Meine Eltern waren zu Besuch in Hamburg und ein Familienbesuch bedeutet auch immer, dass geschlemmt wird. Diesmal waren wir im Tassajara in Eppendorf, einem bereits seit 1976 bestehenden, rein vegetarischen Restaurant. Viele der Speisen sind entweder eh vegan oder in einer veganen Variante bestellbar und die Qualität der Speisen ist wahnsinnig gut. Absolut zu empfehlen, auch wenn der Anlass mal ein etwas feinerer ist. Ich bin übrigens großer Fan der Pilzwiese 🙂

Ungesellig, finanzinteressiert, berufswechselwillig

In meinem wöchentlichen Logbuch lasse ich meine letzte Woche Revue passieren und schreibe über die Dinge, die mich gerade beschäftigen.

Stark tagesformabhängige Geselligkeitsenergie

In dieser Woche hatte ich relativ viele berufliche Meetings sowie den Mensastammtisch in der Freizeit. Dabei ist mir wieder mal richtig bewusst geworden, wie stark tagesformabhängig meine Energie dafür ist, mich in Gruppengesprächen einzubringen. Während es in einigen dieser Veranstaltungen sehr gut lief, hatte ich eine richtig grauenhafte dabei, in der ich mich zu fast gar keinem Wort durchringen konnte. Das lag nicht daran, dass ich nichts hätte beitragen können, mir lag sogar oft etwas auf der Zunge. Allerdings habe ich mich wie gelähmt gefühlt und es nicht geschafft, die Energie aufzubringen, meine Beiträge auszusprechen. Das war eine richtig schlimme Erfahrung, die mir zeigt, dass ich noch nicht so weit bin, wie ich eigentlich dachte und dass ich wieder härter an meinen sozialen Skills arbeiten sollte. Ich sehe es jetzt positiv, dass das Thema durch dieses Erlebnis wieder in meinem Bewusstsein ist und dass ich mich selber in nächster Zeit in sozialen Situationen bewusst wieder mehr pushen kann.

Cashkurs

Ganz anderes Thema: das liebe Geld. Ein trockenes, unsympathisches Thema, an dem ich bislang in meinem Leben noch nie ein Interesse hatte. Mittlerweile stört mich aber jedes Thema sehr, bei dem ich völlig unwissend von anderen abhängig bin. Wenn ich sehe, wie Kunden bei Themen beraten werden, bei denen ich mich auskenne (Elektrofachmärkte), dann stellt sich mir die Frage, ob mich ein Bankberater nicht auch so über den Tisch ziehen würde, wenn ich ahnungslos z.B. nach einer guten Anlagemöglichkeit fragte. Also habe ich den Entschluss gefasst, mich selber aufzuschlauen und meine Geschicke selbst in die Hand zu nehmen. Zu diesem Zweck habe ich mir das Buch Cashkurs von Dirk Müller gekauft und in ein paar Tagen schon fasst komplett durchgelesen. Ich hätte nicht gedacht, dass mich das Thema so begeistern kann: Das Buch ist an Anfänger wie mich gerichtet und beschreibt die wichtigsten Anlageformen, Altersvorsorgen, Versicherungen, Investmentmöglichkeiten usw. sehr unterhaltsam sowie einfach verständlich. Wer also seine persönlichen Finanzen selbst in die Hand nehmen will und noch keinen Schimmer davon hat, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen!

Beruflicher Kurswechsel

Mit meiner Tätigkeit als Softwareentwickler bin ich schon seit einiger Zeit nicht mehr so richtig zufrieden. Mir macht zwar die Tätigeit des Programmierens an sich Spaß, mich interessieren Dinge wie Anwendungsdesign oder neue technologische Entwicklungen aber überhaupt nicht. Obwohl ich denke, dass ich einen guten Job mache, glaube ich nicht, dass das eine gute Grundlage ist, diese Tätigkeit auch in ferner Zukunft noch auszuüben. Letztlich ist das sicherlich auch ein Mitgrund dafür, dass ich im Oktober ein Psychologiestudium angefangen habe.

Weil ich überhaupt noch keine Vorstellung davon habe, was für eine Tätigkeit ich in Zukunft ausüben könnte, beobachte ich seit einiger Zeit, welche Aspekte meiner Arbeit mir Spaß machen und welche nicht. Momentan habe ich das Glück, etwas vielfältigere Aufgaben zu haben und habe dabei festgestellt, dass es mir richtig Spaß macht, wenn es entweder um fachliche Themen (was wünscht sich der Kunde?) oder um die Arbeitsmethodik (Wie arbeiten wir als Team zusammen?) geht. Wenn es um die mögliche technische Umsetzung geht, also der Bereich, für den ich eigentlich zuständig bin, habe ich hingegen weniger Spaß. Da liegt die Schlussfolgerung nahe, dass ich mich in Zukunft eher aus der Technik entfernen und eher hin zur methodischen Beratung orientieren sollte.

Die offensichtliche Position dafür wäre die des Scrum-Masters, die ich mir im Moment sehr gut vorstellen könnte. In dieser Rolle müsste ich mich auch nicht mehr unbedingt mit dem umzusetzenden Produkt identifizieren, was mir in meiner bisherigen beruflichen Laufbahn ohnehin noch nie gelungen ist. Außerdem würde ich dort auch mein Wissen aus dem Psychologie-Studium wunderbar einsetzen können. Für den Rest des Jahres bin ich auf jeden Fall noch als Softwareentwickler im Einsatz. Ein möglicher Plan wäre jetzt gegen Ende des Jahres eine Zertifizierung als Scrum Master zu machen um dann im nächsten Jahr zu versuchen, eine entsprechende Stelle zu bekommen.