Category Archives: Urlaub

Der Spaßverderber


Du bist mit deinen besten Freunden in einer fremden Stadt.
Der einzige Veganer in der Gruppe.
Ihr sucht etwas zu essen, findet ein gut bewertetes Restaurant.
Schon beim Betreten willst du wieder raus.
Hofbräuhausatmosphäre. Extrem fleischlastig.
Du hattest dir vorgenommen, deine Wünsche zurückzustellen.
Willst kein Spaßverderber sein.
Du sagst nichts. Ihr geht rein.

Für dich ist der Laden primitiv und verabscheuenswert.
Auf den Tischen türmen sich Fleischberge.
Das kann niemand ernsthaft gut finden, denkst du.
Es ist voll. Deine Freunde sind begeistert.
Du verstehst die Welt nicht mehr.
Es zieht dich runter. Deine Laune ist finster.

Noch Tage später grübelst du.
Zweifelst deine Werte an.
Hinterfragst dein Verhalten.
Vielleicht hättest du deine Abneigung äußern müssen.
Im Nachhinein ist das einfach.
Oder doch lieber gleichgültig sein? Nicht so runterziehen lassen?
Du kannst es nicht mehr ändern.

Wie reagierst du beim nächsten Mal?

Das historische Feierbiest frisst Pizza

In meinem wöchentlichen Logbuch lasse ich meine letzte Woche Revue passieren und schreibe über die Dinge, die mich gerade beschäftigen.

So viele Parties

Zu den Dingen, die ich momentan fast gar nicht mehr tue, gehört definitiv das Feiern gehen. Die ersten Wochen des Jahres waren diesbezüglich sehr ruhig, doch am letzten Wochenende standen gleich drei Feiern direkt hintereinander an. Es hätte ruhig ein bisschen mehr verteilt sein können, aber man muss die Feste feiern, wie sie fallen 🙂

Los ging es am Donnerstag: Von der Arbeit aus waren wir zu einer Projektfeier geladen. Es ging nachmittags los mit Sektempfang, bevor wir uns auf zwei Reisebusse aufteilten und eine Tour in die Containerterminals des Hamburger Hafens unternahmen. Zunächst schauten wir uns das modernste Terminal der Welt in Altenwerder an, welches vollautomatisch riesige Frachter be- und entlädt. Zu unserem Glück waren grad zwei große Schiffe vor Anker, eines mit Platz für 8.000 und eines mit Platz für 15.000 Standardcontainer á 20 Fuß. Danach haben wir einen kurzen Abstecher in den internationalen Seemannsclub Duckdalben gemacht, bevor wir uns zuletzt noch ein zweites Containerterminal angesehen haben. Zum gemütlichen Teil des Abends sind wir dann ins Portugiesenviertel in ein Rodiziorestaurant gefahren, d.h. dort sitzt man am Tisch und die Kellner kommen mit riesigen Fleischspießen vorbei und schneiden es den Fleischessern direkt auf den Teller. Ein übler Fleischtempel also. Ich habe zwar problemlos reichlich veganes Essen bekommen, allerdings war es schon widerlich, dass mir ständig mit Fleischspießen vorm Gesicht rumgewedelt wurde.

Am Freitag stand dann eine Rückreise in meine alte Heimat an, denn mein Bruder feierte seinen 30. Geburtstag. Dazu gibts garnicht viel zu sagen, außer dass es ne ziemlich coole Party war. Ich habe mittlerweile wirklich Spaß an solchen Familienfeiern. Vor ein paar Jahren war mein Interesse daran noch nicht so hoch…

Die dritte und letzte Feier des Wochenendes fand am Samstag abend wieder in Hamburg in Form eines Geburtstags statt. Nach den drei Tagen war ich ganz schön gerädert, ich bin zu alt für sowas. Da am Sonntag das Wetter mies war, habe ich den Tag im Schlafanzug in der Wohnung verbracht, das war toll!

Vistro Hamburg

Am Montag abend haben wir eine neue vegane Pizzeria ausprobiert: Das Vistro in Bramfeld. Das Besondere daran ist, dass es keine festgelegten Preise gibt, sondern dass sie die Pizzen gegen eine Spende herausgeben. Ein Konzept, dem ich beide Daumen drücke, dass es funktioniert. Die Pizzen könnten etwas größer sein, doch geschmeckt haben sie klasse!

Geschichtstick

Ich lese im Moment grad sehr gern historische Romane. In diesem Zusammenhang möchte ich gern die Jahrhundertsaga von Ken Follett empfehlen, die das 20. Jahrhundert in drei Büchern mit je über 1.000 Seiten in spannender Form nacherzählt. Die fiktiven Geschichten sind in die tatsächlichen Ereignisse eingebettet und ich habe jetzt schon eine Menge gelernt. Im Moment bin ich gerade in der Mitte des zweiten Bands und begeistert!

Mensa

Zum großen Jahrestreffen der Mensa in Deutschland in Köln kann ich in diesem Jahr leider nicht hin, weil ich schon anderweitige Termine habe. Es gibt allerdings auch ein jährliches Treffen der europäischen Mensas, welches jedes Jahr in einer anderen europäischen Stadt stattfindet, in diesem Jahr in Berlin. Dafür habe ich mich angemeldet und freue mich sehr darauf. Morgen steht aber erstmal wieder der monatliche Stammtisch in Hamburg an.

Urlaub unterwegs und zuhause

In meinem wöchentlichen Logbuch lasse ich meine letzte Woche Revue passieren und schreibe über die Dinge, die mich gerade beschäftigen.

Urlaub in England

Wir sind wieder zurück aus dem Kurzurlaub in England. Wir hatten fünf tolle Tage und bis auf den ersten Morgen in Liverpool auch wirklich Glück mit dem Wetter. Liverpool hat mir sehr gut gefallen, wesentlich besser als Manchester, welches wir letztes Jahr besucht haben. Vielleicht liegt das aber auch einfach daran, dass wir dieses Jahr mit unserem Kleinen eine Stadtrundfahrt per Bus machen konnten und so viel mehr über die Stadt erfahren konnten.

Übers Wochenende waren wir dann im schönen Yorkshire, wo wir den Cousin und die Tante unseres Kleinen besucht haben. Auch dort hatten wir eine sehr schöne Zeit. Einen Abend konnten wir uns sogar mal unserer elterlichen Pflichten entledigen und ins Kino gehen. Wir haben den Film “Kingsmen” geschaut, den ich nicht empfehlen kann. Furchtbar albern. Trotzdem war es schön, mal ausgehen zu können.

Einen negativen Schlusspunkt setzte leider – wie auch im letzten Jahr – unsere Rückreise. Im letzten Jahr war das klar unserer Bock, denn wir sind einen Tag früher als gebucht am Flughafen aufgeschlagen und mussten dann noch eine Nacht in einem Hotel in der Nähe des Flughafens warten. In diesem Jahr konnten wir allerdings nichts dafür. Unser Flug sollte um 14:00 Uhr starten, das Gate hat pünktlich geöffnet und das Boarding wurde nach Plan durchgeführt. Vor der letzten Glastür vor dem Rollfeld haben wir dann allerdings eine Stunde gewartet, bevor uns gesagt wurde, dass das Flugzeug kaputt sei und die neue Abflugzeit 17:15 Uhr ist.

Glücklicherweise haben wir unseren Sohn in seinem Kinderwagen zum Einschlafen gebracht, so dass die Wartezeit einigermaßen angenehm war. Als Entschädigung haben wir übrigens unglaublich generöse Einkaufsgutscheine in Höhe von 3 Pfund pro Person bekommen, die nichtmal in jedem Laden eingelöst werden konnten. Kurz vor 16:00 Uhr kam dann die Nachricht, dass wir doch schon gegen 16:15 Uhr starten können und uns wieder zum Gate begeben sollten. Dort wurde wieder das Boarding durchgeführt, diesmal öffnete die Tür zum Rollfeld und die ersten Passagiere betraten das Flugzeug, doch auch dieses Mal wurden wir zurückgepfiffen. Das Flugzeug war immer noch kaputt. Die Crew meldete, dass beim Anlassen des Flugzeuges ein Rauchgeruch im Cockpit auftrat und wollte so (vernünftigerweise!) nicht fliegen.

Mittlerweile sollte am gleichen Gate das Boarding für einen Flug der gleichen Fluggesellschaft nach Kopenhagen stattfinden. Dieser wurde kurzerhand verschoben und wir sollten stattdessen mit deren Flugzeug nach Hamburg fliegen. Doch auch das ging nicht ohne große Zeitverzögerung: Es war schon verdächtig, dass vor der Maschine Polizei und Notarzt standen. Letztendlich hat sich herausgestellt, dass das Flugzeug wohl gerade einen turbulenteren Flug hinter sich hatte und vielen Passagieren schlecht geworden ist. Da musste das Flugzeug dann erstmal durch einen Reinigungstrupp grundgereinigt werden. Als das passiert war, konnten wir endlich rein und sind ohne weitere Zwischenfälle nach Hamburg geflogen. Schlussendlich waren wir erst gegen 22:00 Uhr zuhause.

Urlaub in Hamburg

Diese Woche habe ich noch komplett frei und habe mir vorgenommen, auch in Hamburg mal ein kleines touristisches Programm abzuspulen. Denn obwohl ich schon seit über drei Jahren hier lebe, habe ich nicht das Gefühl, die Stadt sehr gut zu kennen. Gestern habe ich zunächst das Hamburg Museum besucht, das sich nahe der U-Bahn-Station St. Pauli im Planten und Blomen befindet. Hier befinden sich viele Ausstellungen rund um die Geschichte Hamburgs. Ich war sehr begeistert, habe aber letztlich in der kurzen Zeit (ich war nur vormittags dort) nur einen Bruchteil sehen können. Dort werde ich auf jeden Fall in Zukunft nochmal hingehen. Im Museumsshop habe ich mir dann noch das Buch Hamburger Zeitreise: 12 Jahrhunderte Stadtgeschichte mitgenommen, auf das ich sehr gespannt bin.

Heute morgen habe ich dann eine Stadtrundfahrt per Bus mitgemacht. Hier habe ich die sogenannte Gala-Tour, die sowohl die Innenstadt als auch den Hafen umfasst, gewählt. Dir Orte der Innenstadt kannte ich fast alle schon, allerdings habe ich viele geschichtliche Ereignisse und Anekdoten dazu gelernt. Der Hafenbereich südlich der Elbe war hingegen völlig neu für mich und sehr beeindruckend. Der ganze Hafen ist noch viel größer als ich mir das vorgestellt hatte. Highlight dieses Abschnitts war die Fahrt über die Köhlbrandbrücke, die einen Wahnsinnsausblick bot.

Soweit mein Logbuch für diese Woche, vielen Dank fürs Lesen!

Grüße aus dem Leberbad

In meinem wöchentlichen Logbuch lasse ich meine letzte Woche Revue passieren und schreibe über die Dinge, die mich gerade beschäftigen.

Urlaub

Heute fällt das ganze sehr kurz aus, denn ich schreibe grad aus einem Hotel in Liverpool, im Raum steht ein Babybett, dessen Inhalt sehr leicht schläft und jeden Moment kommen zwei vegane Pizzen ins Zimmer 🙂

Die Anreise lief wie geschmiert: Flugzeug landete pünktlich in Manchester, wir kamen dann fünf Minuten vor Abfahrt des direkten Zuges nach Liverpool, der nur einmal pro Stunde fährt, am Bahnhof an, und wir konnten relativ komfortabel mit Kinderwagen und unserem ganzen Gepäck mitfahren. Und der Kleine hat die ganze Zeit gute Laune gehabt und ist im Hotel direkt eingepennt.

Morgen werden wir Liverpool unsicher machen, bevor es am Freitag wieder mit dem Zug zurück zum Flughafen in Manchester geht, wo wir einen Mietwagen bekommen, mit dem wir bis Sonntag einen Abstecher zur Verwandtschaft ins schöne Yorkshire machen. Sonntag geht’s dann wieder zurück nach Hamburg.

Mehr habe ich heute nicht zu berichten, nächste Woche von zu Hause aus wirds sicher wieder ausführlicher.