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Fernstudium Psychologie: Start des zweiten Semesters

Heute am 01.04. beginnt offiziell das zweite Semester meines Fernstudiums Psychologie an der PFH Göttingen. Ich habe meine Lernunterlagen bereits alle bekommen und kenne seit heute meine Klausurtermine. Vom Umfang des Stoffes bin ich im Moment sehr erschlagen, das ist doch einiges mehr als im ersten Semester.

Im Laufe des Semesters, also bis Ende September, muss ich drei Module bearbeiten und jeweils mit einer Klausur abschließen. Im Einzelnen sind das die folgenden:

  1. Differentielle Psychologie und Persönlichkeitspsychologie
    • 4 Lehrbriefe
    • 520 Seiten
    • Klausur: Ende Mai
  2. Sozialpsychologie
    • 4 Lehrbriefe
    • 624 Seiten
    • Klausur: Ende August
  3. Biologische Psychologie
    • 3 Lehrbriefe
    • 308 Seiten
    • Klausur: Ende September

Zusammengefasst heißt das, dass ich elf Lehrbriefe mit insgesamt satten 1.452 Seiten bearbeiten muss. Zum Glück konnte ich mir bereits einen Vorsprung in der differentiellen Psychologie und Persönlichkeitspsychologie herausarbeiten. Trotzdem fürchte ich, dass die ein bis zwei Stunden am Tag, die ich bisher investiert habe, für das kommende Semester nicht ausreichen werden. Da muss ich diszipliniert sein, so wenig Prokrastination wie möglich zulassen und hoffen, dass der Stoff leicht verständlich ist und ich schnell damit durchkomme.

Trotz aller Fokussiertheit auf den Lernstoff möchte ich auch dieses Blog weiterhin mit Inhalten befüllen. Eine Strategie dafür, die ich letztens bereits einmal angewendet habe, kann sein, dass ich hier Sachartikel über Themen veröffentliche, die ich im Rahmen meines Studiums ohnehin lernen muss. Auf diese Weise komme ich zum Schreiben, lerne aber auch gleichzeitig relevanten Stoff. Voraussetzung dafür ist, dass ich davon ausgehe, dass das Thema für den ein oder anderen außer mir interessant sein könnte. Allzu theoretische und trockene Inhalte werde ich euch dann doch lieber ersparen.

Jetzt stürze ich mich erstmal auf die Lehrbriefe und versuche, dem Stoff etwas von seinem Schrecken zu nehmen. Ich werde euch hier auf dem Laufenden halten, wie ich mit dem Pensum vorankomme.

Vegane Pizza in Hamburg

Bis vor einiger Zeit musste man sich vegane Pizza mit Käse noch entweder selbst zubereiten oder eine Packung Wilmersburger mit ins Restaurant nehmen. Meist lief es auf die vegetarische Pizza mit abbestelltem Käse hinaus. Vielerorts ist das heute leider immer noch so, doch zumindest in Hamburg sind diese Zeiten zum Glück längst vorbei. Ich habe mich durch einige vegane Pizzen in Hamburg probiert und stelle diese im Folgenden kurz vor (alphabetisch sortiert):

La Monella

Das La Monella ist das feinste der hier vorgestellten Restaurants. Es ist in Rotherbaum nahe der U-Bahn-Station Hallerstraße (U1) gelegen und das erste vegetarische italienische Restaurant Hamburgs. Dafür, dass es kein Fleisch auf der Karte gibt, also schonmal ein paar Karmapunkte. Im Gegensatz dazu gibt es aber Pizza und Pasta satt, fast alles davon kann auch vegan zubereitet werden. Neben der Standardkarte gibts eine Tafel mit einigen wechselnden Gerichten. Ich bin großer Fan von hausgemachten Nudeln in einer Steinpilzsoße, aber hier soll es ja um Pizza gehen. Die Gemüsepizza fand ich sehr lecker, die Pilzpizza war nicht so mein Fall. Obwohl ich ein Pilzfan bin, war das ein Pilz-Overkill. Wenn man sehr großen Hunger hat, sollte man noch mit einer Vorspeise liebäugeln, denn die Pizzen sind nicht riesig. Die Pizzen sind zwar gut, doch ehrlich gesagt entscheide ich mich im La Monella meist für eins der grandiosen Nudelgerichte. Vor einem Besuch sollte man unbedingt reservieren, wir hatten gerade erst am Wochenende wieder Pech und mussten wegen Platzmangel unverrichteter Dinge wieder abziehen.

Restaurant Manu

Das Manu ist relativ neu und scheint noch nicht übermäßig populär zu sein. Daher kann man auch schonmal ohne Reservierung einen Versuch wagen und noch einen Platz bekommen. Bei uns hat das bisher immer geklappt. Die Qualität und das Preis-Leistungs-Verhältnis können nicht der Grund dafür sein, dass sich das Manu noch nicht herumgesprochen hat. Vielleicht liegts an der Lage in der Grindelallee. Beim ersten Blick in die Speisekarte fällt sofort das ungewöhnliche Sortiment auf: Es gibt indische und italienische Speisen. Meine erste Reaktion darauf war eher zurückhaltend, denn bei solchen Mischungen ist meist keins von beiden richtig gut. Auf das Manu trifft dieses Vorurteil glücklicherweise nicht zu, hier war jede bestellte Speise bisher ausnahmslos lecker. Und das gilt auch für die Pizza, die reich belegt daherkommt. Auf Grund des Teiges, der nicht so dünn und knusprig wie bei einer richtigen Steinofenpizza ist, spielt sie zwar nicht in der gleichen Liga wie die stadtbesten Pizzen, aber empfehlenswert ist sie jeden Fall. Bonus: Es gibt vegane Kuchen als Nachtisch. Und als Pluspunkt fürs Karma wird noch verbucht, dass kein Fleisch angeboten wird.

Pizza-Bande

Die Pizza-Bande ist von den hier vorgestellten Lokalen das neueste, sie hat erst Anfang März auf St. Pauli eröffnet. Da auch Fleisch angeboten wird, gibts leider keine Karmapunkte. Ansonsten gibt es eine wechselnde Auswahl an vorkonfigurierten Pizzen oder die Möglichkeit, sich seinen Belag selbst zusammenzustellen. Natürlich kann man sich seine Pizza komplett vegan zubereiten lassen. Vom Preis her spielen sie nicht in der günstigsten Liga, von der Qualität und der Größe dafür aber in der besten! Die Pizzen sind riesig, reich belegt auf einem dünnem, knusprigen Teig und extrem lecker. Genau so muss eine Pizza sein. Die Pizza-Bande ist damit ein heißer Anwärter auf die beste Pizza der Stadt!

Slim Jims

Bevor es die Pizza-Bande gab, war für mich die Frage nach der besten Pizza der Stadt einfach zu beantworten: Das war eindeutig die aus dem Slim Jims, welches in der Nähe des neuen Pferdemarkts genau auf der Grenze zwischen St. Pauli und dem Schanzenviertel liegt. Im Prinzip trifft alles, was ich über die Pizza-Bande geschrieben habe, auch auf das Slim Jims zu. Allerdings ist es im Slim Jims etwas ungemütlicher und die Auswahl an Zutaten ist gefühlt etwas kleiner. Dafür kann man bei der Käsealternative zwischen Wilmersburger und einer hefeschmelzbasierten Soße wählen. Auch das Slim Jims ist für mich nach wie vor ein Anwärter auf die beste Pizza der Stadt.

Vistro

Das Vistro ist der klare Gewinner, wenn es nach Karmapunkten geht! Zum einen ist das Angebot komplett vegan und zum anderen wird es von einem Kollektiv betrieben, das keine Profitabsichten hat. Daher haben die angebotenen Speisen keine Preise, sondern werden gegen eine Spende zubereitet. Die Lage ist etwas außerhalb der Innenstadt im beschaulichen Bramfeld, in dem sich in letzter Zeit eine kleine vegane Szene etabliert zu haben scheint, denn hier finden auch regelmäßige vegane VoKüs statt. Die Pizzen aus dem Vistro sind sehr lecker, könnten aber bei großem Hunger ein bisschen zu klein ausfallen. Aber dann nimmt man eben einfach noch eine mit und spendet reichlich, denn dieses Konzept hat definitiv Unterstützung verdient!

Fazit

Wie man sieht hat man in Hamburg mittlerweile die Qual der Wahl, wenn man eine gute vegane Pizza essen will. Schlecht war keine der ausprobierten Pizzen, den Titel der besten Pizza der Stadt machen die Pizza-Bande und das Slim Jims noch unter sich aus. Der Karma-Titel hingegen geht klar ans Vistro. Mit Sicherheit gibts sogar noch mehr Optionen für vegane Pizzen in der Stadt, die ich noch nicht ausprobiert habe. Falls ihr welche kennt, schreibt sie gern in die Kommentare!

Was ist Persönlichkeit?

Wir wissen, dass jeder Mensch eine Persönlichkeit hat und einzigartig ist. Doch was verstehen wir eigentlich unter Persönlichkeit? Diese Frage stellt sich auch die Psychologie in der Disziplin Differenzielle Psychologie und Persönlichkeitspsychologie. Im Rahmen dieser gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Theorien, die jeweils auf unterschiedliche Art und Weise versuchen, Persönlichkeit zu definieren und zu erfassen. Dieser Artikel ist der Versuch, einen Überblick über die verschiedenen Ansätze zu geben.

Historische Erfassungsversuche

Das Wort Persönlichkeit ist vom lateinischen Wort persona abgeleitet und bedeutet Maske. Hieraus lässt sich schließen, dass die Persönlichkeit dem nach außen sichbaren Bild eines Menschen entspricht, also aus den Eigenschaften, die von anderen wahrgenommen werden (sollen).

Bereits im vierten Jahrhundert vor Christus begründete Aristoteles bzw. einer seiner Schüler die Physiognomik. Hier wurde versucht, aus dem Gesichtsschnitt eines Menschen Aussagen über dessen Persönlichkeit abzuleiten. Dieser Ansatz erlangte noch einmal eine große, allerdings nur sehr kurzfristige Popularität im 18. Jahrhundert, bevor er wegen seiner hohen Subjektivität und seiner hohen Anfälligkeit gegenüber Vorurteilen aus dem Fokus verschwand.

Im späten 18. Jahrhundert entwickelte der deutsche Arzt Franz Josef Gall die Phrenologie. Die Annahme war, dass man aus dem Bau des Schädels auf die charakterlichen Eigenschaften eines Individuums schließen kann. Dieser Annahme liegt die Vermutung zu Grunde, dass eine besonders stark ausgeprägte Eigenschaft einer Person von einer besonderen Größe des entsprechenden Hirnareals begleitet werden müsste. Als Folge dieser Vermutung wurde erwartet, dass man diese besondere Größe an Hand von Ausbuchtungen oder Vorwölbungen der Schädeldecke feststellen kann. Die phrenologische Vermessung der Schädeldecke sollte Rückschlüsse auf individuelle Ausprägungen von Persönlichkeitsmerkmalen erlauben. Dieser Ansatz blieb bis ins 20. Jahrhundert hinein populär.

Im 19. Jahrhundert erfand der französische Priester, Gelehrte und Schriftsteller Jean Hippolyte Michon die Grafologie. Deren Grundgedanke war, dass die Persönlichkeit und die Fähigkeiten eines Menschen zumindest teilweise auch durch seine Motorik zum Ausdruck kommen. Somit sollten die Schreibbewegungen einer Person als psychodiagnostisches Deutungsmittel verwendbar sein. Diese Technik wird teilweise heute noch zur Persönlichkeitsbeurteilung eingesetzt, zum Beispiel immer dann, wenn im Rahmen einer Bewerbung etwas Handschriftliches eingefordert wird.

Bedeutung von Persönlichkeit in den verschiedenen Persönlichkeitstheorien

Im Folgenden wird beschrieben, welche Bedeutung die Persönlichkeit in den verschiedenen Persönlichkeitstheorien der differenziellen Psychologie und Persönlichkeitspsychologie hat.

Psychoanalyse

Die Psychoanalyse begreift den Menschen als ein energetisches System, das aus dem Sexualtrieb und dem Aggressionstrieb gespeist wird. Aus diesen Trieben entsteht eine psychische Energie, die vom psychischen Apparat eines Menschen verwaltet wird. Dieser psychische Apparat ist die Struktur der Persönlichkeit eines Menschen und besteht aus den drei Instanzen Es, Ich und Über-Ich.

Der Urspung der Triebe befindet sich im Es. Dieses strebt die sofortige Befriedigung der Triebe an, hat dabei aber keinen Kontakt zur Außenwelt, das heißt alle Prozesse im Es sind unbewusst. Freud nahm an, dass menschliches Verhalten hauptsächlich durch unbewusste Triebimpulse gesteuert ist.

Als Vollstrecker der Triebe dient das Ich. Dieses hat die Aufgabe, zwischen den Triebbedürfnissen des Es und der Außenwelt zu vermitteln. Dazu stehen ihm die sogenannten Ich-Funktionen, zum Beispiel Wahrnehmung, Denken, Gedächtnis und Willkürmotorik, zur Verfügung. Diese Funktionen ermöglichen es dem Individuum, mit der Umwelt zu interagieren und sie zu beeinflussen.

Als moralische Instanz des psychischen Apparats dient das Über-Ich. Dieses repräsentiert traditionelle Werte und Ideale der Gesellschaft. Es versucht, inakzeptable Impulse aus dem Es zu hemmen und das Ich zu überreden, realistische durch ethische Ziele zu ersetzen und nach Vollkommenheit zu streben. Zu diesem Zweck kann das Über-Ich das Ich entweder belohnen oder bestrafen: Handelt das Ich nicht nach dem Über-Ich, so wird es mit Schuldgefühlen gestraft. Handelt es dagegen nach dem Über-Ich, so wird es mit Stolz belohnt.

Behaviorismus

Der Behaviorismus sieht die Psychologie als streng experimentell ausgerichtete Disziplin der Naturwissenschaften. Nach dieser Theorie ist beobachtbares Verhalten nur von physikalischen Umweltbedingungen abhängig, es gibt weder angeborene Instinkte noch biologisch determinierte Persönlichkeitseigenschaften. Persönlichkeitsmerkmale sind durch klassische und operante Konditionierung erworbene Verhaltensweisen. Die Summe dieser Verhaltensweisen, die ein Mensch im Laufe seines Lebens, insbesondere in der frühen Kindheit, ausbildet, entspricht der Persönlichkeit des Menschen.

Soziale Lerntheorie

Die sozialen Lerntheorien betrachten die Wechselwirkung zwischen dem Individuum und seiner bedeutsamen Umwelt. Um menschliches Verhalten verstehen zu können, muss man die individuelle Lerngeschichte und die Umweltreize, die die Person wahrnimmt und auf die sie reagiert, berücksichtigen. Die Persönlichkeit ist hier ein relativ stabiles Gefüge der individuellen Möglichkeiten, in einer bestimmten sozialen Situation zu reagieren. Da ständig neue Erfahrungen gemacht werden, ist die Persönlichkeit ständigen Veränderungen unterworfen. Allerdings werden diese neuen Erfahrungen aber von früheren Erfahrungen beeinflusst, wodurch die Persönlichkeit eine gewisse Stabilität erlangt.

Kognitive Persönlichkeitstheorien

In den kognitiven Persönlichkeitstheorien werden die interindividuellen Unterschiede in der Art und Weise, wie eine Person sich selbst, ihre Erfahrungen und ihre Umwelt bewertet, sowie die Folgen daraus für ihr Verhalten, betont. Grundlage für diese Bewertungen sind sogenannte Konstrukte. Ein Konstrukt ist ein Ordnungsprinzip, nach dem Erfahrungen im Hinblick auf die eigene Person und die soziale und materielle Umwelt unterschieden und mit Bedeutung versehen werden. Unterscheidungen auf Grundlage von Konstrukten müssen nicht verbalisiert sein und nicht bewusst erfolgen. Die Art und Weise, wie eine Person auf der Grundlage der Konstrukte künftige Ereignisse antizipiert, entscheidet, wie sie fühlt, denkt und handelt. Die Menge aller Konstrukte einer Person, also ihr Konstruktsystem, ist ihre spezifische Art und Weise, Erfahrungen zu strukturieren und ihnen Bedeutung zu verleihen. Dieses Konstruktsystem entspricht der Persönlichkeit.

Humanistische Persönlichkeitstheorie

Die humanistische Psychologie geht davon aus, dass jedes Individuum über ein Potential für positives Wachstum und physische wie auch psychische Gesundheit verfügt.

Ein wichtiger Begriff ist hier das Erfahrungsfeld eines Individuums. Dieses beschreibt die Art und Weise, wie ein Individuum seine Umwelt wahrnimmt und erlebt. Dazu zählen sowohl bewusste Erfahrungen, die durch Reize aus der Außenwelt entstehen als auch Erfahrungen, die auf Prozesse innerhalb des Körpers zurückgeführt werden können (erlebte Zustände oder momentane Befindlichkeiten). Unbewusste physiologische Prozesse wie bspw. Stoffwechselvorgänge gehören hingegen nicht dazu. Das Erfahrungsfeld ist das subjektive innere Bezugssystem einer Person und laut Rogers der bestmögliche Ausgangspunkt zum Verständnis eines jeden Individuums.

Der Anteil des Erfahrungsfeldes eines Individuums, der die eigene Person betreffend erlebt wird, wird als das Selbst bezeichnet. Das Selbst ist ein überdauerndes Muster von Wahrnehmungen, das durch eine interne Struktur charakterisiert ist. Das bedeutet nicht, dass das Selbst starr oder unveränderbar ist, viel mehr bleibt im Falle der Veränderung des Selbst eine organisierte Qualität erhalten. Das Selbst wird auch als Struktur der Persönlichkeit betrachtet.

Konstitutionspsychologische Ansätze

Die zentrale Annahme der konstitutionspsychologischen Ansätze ist, dass ein Zusammenhang zwischen dem Körperbau einer Person und deren Persönlichkeit besteht. Eine besondere Bedeutung hat die Frage nach einer gemeinsamen biologischen Grundlage von Körperbau und Persönlichkeit.

Die Persönlichkeit wird dadurch bestimmt, dass den Personen auf Basis ihres Körperbaus grundlegende Persönlichkeitstypen zugeordnet werden. Diese Persönlichkeitstypen umfassen psychische und physische Aspekte des Individuums. Es gibt jedoch keine allgemein akzeptierte Klassifikation von Persönlichkeitstypen.

Eigenschaftstheorien

Die Eigenschaftstheorien definieren sich dadurch, dass sich die Persönlichkeit dort durch die Ausprägung von Eigenschaften (Persönlichkeitsmerkmale) beschreiben lässt. Die verschiedenen Eigenschaftstheorien unterscheiden sich darin, welche und wie viele Eigenschaften für die umfassende Beschreibung und Erklärung der menschlichen Persönlichkeit als grundlegend erachtet werden.

Eine Eigenschaft ist eine Klasse von funktional äquivalenten Verhaltens- und Erlebensweisen (z.B. Ängstlichkeit), die über die Zeit und unterschiedliche Situationen hinweg relativ beständig ist. Verschiedene Eigenschaftstheorien haben verschiedene Annahmen über die Ursache dieser Stabilität und Konsistenz des Verhaltens (genetische Faktoren vs. Umweltfaktoren). Es gibt allerdings die allgemeine Annahme, dass jede Person im Hinblick auf jede Eigenschaft beschrieben werden kann. Die Schwäche dieser Theorie ist, dass menschliches Verhalten nicht auf die simple Art und Weise stabil und konsistent ist, wie es das theoretische Konzept der Eigenschaft impliziert.

Fazit

Was ist Persönlichkeit nun also? Diese Frage wird auch dieser Artikel leider nicht abschließend beantworten können. Wenn in der Umgangssprache von Persönlichkeit die Rede ist, ist dabei meist intuitiv der Ansatz der Eigenschaftstheorien gemeint. Meine persönlichen Favoriten unter den beschriebenen Ansätzen sind die der humanistischen Persönlichkeitstheorie sowie der kognitiven Persönlichkeitstheorien.

Ich hoffe, der Artikel konnte einen guten Überblick über die verschiedenen Ansätze der differenziellen Psychologie und Persönlichkeitspsychologie geben, Persönlichkeit zu definieren und zeigen, dass die Frage “Was ist Persönlichkeit?” nicht so einfach zu beantworten ist, wie man auf den ersten Blick vielleicht denken mag.

Indiebookday und was ich sonst so lese

Heutzutage ist fast jeder Tag irgendwas besonderes in den sozialen Netzwerken. Meistens nehme ich das entweder nur beiläufig oder gar nicht zur Kenntnis, und bisher hat auch noch keiner dieser Tage mein Interesse geweckt. Bis letzten Samstag. Da war nämlich Indiebookday. Der Name allein weckte meine Neugier und ich musste mich sofort darüber informieren.

Der Indiebookday ist eine Erfindung des Hamburger mairisch Verlags und die Idee ist, dass an diesem Tag die unabhängigen Verlage unterstützt werden sollen, indem man ein Buch aus einem solchen Verlag kauft und ein Bild davon in den sozialen Netzwerken teilt. Da ich momentan sehr viel lese, fasste ich den Entschluss, mitzumachen, mir ein solches Buch auszusuchen und im Buchladen um die Ecke zu kaufen. Ich habe mich für das Buch “Das achte Leben (für Brilka)” von Nino Haratischwili entschieden. Die Unterstützung für den lokalen Buchladen musste dann leider ausfallen, weil dieser am Samstag nachmittag geschlossen hatte. Da hilft dann auch der beste Wille nichts… Somit habe ich das Buch dann online bestellt und mittlerweile auch bekommen.

Fertig geworden bin ich diese Woche mit den 1.022 Seiten von Ken Follett’s “Winter der Welt”, dem zweiten von drei Bänden der Jahrhundert-Saga. Wie im ersten Band sind die geschichtlichen Fakten akkurat recherchiert und werden in eine spannende Geschichte eingebettet, die mir an manchen Stellen allerdings ein bisschen zu konstruiert wirkte. Das tut meiner Begeisterung allerdings keinen Abbruch, denn ich bin vor allem wegen der historischen Begebenheiten an dem Buch interessiert. Wie auch schon beim ersten Band habe ich mich dabei erwischt, wie ich Wikipedia-Einträge zu Ereignissen nachgelesen habe, die im Buch beschrieben wurden. Ich freue mich schon auf die Lektüre des dritten Teils, der dann die Zeit des kalten Krieges zum Inhalt haben wird.

Wie man an der Jahrhundert-Saga sowie auch an meiner Wahl des Indiebookday-Buchs sieht, lese ich im Moment sehr gerne historische Romane. Nun habe ich ein Buch begonnen, das weder reines Sachbuch, noch ein Roman ist, und zwar “Hamburger Zeitreise: 12 Jahrhunderte Stadtgeschichte”, welches ich im Hamburg Museum erstanden habe. Wie der Name schon sagt, geht es hier um die Geschichte Hamburgs vom 9. Jahrhundert bis heute. Von jedem Jahrhundert werden die geschichtlichen Ereignisse und die wichtigsten Persönlichkeiten beschrieben. Der Hauptinhalt des Buches sind aber Kurzgeschichten zu jedem Jahrhundert, die darstellen sollen, wie die Menschen in der jeweiligen Zeit gelebt haben. Diese Geschichten sind fiktiv, aber alle bekannten historischen Fakten werden berücksichtigt. Ich bin gespannt, ob das Buch für mich, der mit der Hamburger Geschichte bisher noch gar nicht vertraut ist, der richtige Einstieg ist.

Fundstücke 003

In den Fundstücken verlinke ich in unregelmäßigen Abständen fünf interessante Links, auf die ich gestoßen bin.

Remembering a Crime That You Didn’t Commit | The New Yorker
Die Erinnerung von Menschen kann durch Suggestion manipuliert werden, daher sollten Augenzeugenberichte – insbesondere vor Gericht – mit Vorsicht genossen werden.

How To Meditate (And Get The Most Benefit Out Of It) | io9
Schön für Einsteiger zusammengefasst, wie das mit dem Meditieren so funktioniert und warum man das tun sollte.

“Shepherd’s pie”, and a competition… | The vegan vulture
Das zweite Rezept im Blog meiner besseren Hälfte. Ich verbürge mich gern für die Leckerheit ihres veganen Sheperd’s pies.

Psychoanalyse – Die Lehre vom Unbewussten | Universität Hamburg
Das kommt für mich wie gerufen. Die Psychoanalyse ist ein großer Teil des Stoffs, den ich bis Ende Mai im Fach “Differenzielle Psychologie und Persönlichkeitspsychologie” draufhaben muss. Da kommt mir die öffentliche Vorlesungsreihe an der Uni gerade Recht.

What Your Tweets Say About You | The New Yorker
Wissenschaftler versuchen durch die Auswertung von Tweets auf Krankheiten der schreibenden User sowie auch Leute in geografischer Nähe zu schließen. Dass das ganze nicht so abwegig ist, wie es klingt, könnt ihr im Artikel nachlesen.

Das Drachenblut investiert in Pilzwiesen

In meinem wöchentlichen Logbuch lasse ich meine letzte Woche Revue passieren und schreibe über die Dinge, die mich gerade beschäftigen.

Geldanlage

Wie letzte Woche schon beschrieben, lese ich mich gerade in das Thema “persönliche Finanzen” ein. Um selbige habe ich mich bisher nie besonders gekümmert. Mittlerweile bin ich mit dem Buch Cashkurs von Dirk Müller (sehr gutes Buch übrigens!) durch und habe mich dazu entschlossen, die Geschicke meines Geldes selbst in die Hand zu nehmen.

Ein wichtiger Punkt, den ich im Buch gelernt habe, ist, dass sich Investitionen und Ethik nicht ausschließen und genau das ist mir bei jedweden Entscheidungen, die ich treffe, wichtig. Im Buch werden einige Negativbeispiele für Aktivitäten am Kapitalmarkt erklärt, die Leid im großen Stil erzeugen (Spekulationen mit Lebensmitteln zum Beispiel) und dennoch unverständlicherweise legal sind.

Ethisch korrekt kann man investieren (man beachte den Unterschied in der Wortwahl: investieren vs. spekulieren), indem man Aktien von Unternehmen kauft, hinter denen man selbst steht (also nicht unbedingt von Rüstungskonzernen, vielleicht aber von Unternehmen der erneuerbaren Energien). So stellt man diesen Geld zur Verfügung, das diese wiederum zur Durchführung ihres Geschäfts verwenden, und wird als Gegenleistung am Gewinn beteiligt.

Zocken

Vor längerer Zeit habe ich ja geschrieben, dass ich meine Xbox 360 entstaubt und Skyrim angefangen habe. Mittlerweile habe ich ca. 30 Spielstunden hinter mir und es ist noch lange kein Ende in Sicht. Ich habe eine Menge Quests erledigt und den Sturmmänteln dabei geholfen, Einsamkeit einzunehmen (sprich: die Questreihe ist abgeschlossen). Mit den ganzen Handwerkstätigkeiten oder Wohnung kaufen habe ich mich noch garnicht beschäftigt und das reizt mich auch nicht.

Mein Charakter ist jetzt Level 15, hat eine ganz passable Ausrüstung und ich bin jetzt bereit, das Spiel für mich abzuschließen, d.h. fokussiert die Hauptquests anzugehen. Ich kann nicht einschätzen, wie lange das noch dauern wird, aktuell muss ich die Schriftrolle der Alten finden, um damit in die Vergangenheit zu reisen, wo ich einen Schrei lernen kann, der in der Gegenwart den bösen Drachen besiegt.

Wenn ich das fertig habe, habe ich noch ein paar ungespielte Spiele rumliegen, die ich auf jeden Fall zumindest noch anspielen möchte, bevor ich mich der alles entscheidenden Frage stellen muss: Playstation 4 oder Xbox One. Habt ihr dazu eine Meinung? Fast alle, die ich kenne, bevorzugen das Gerät von Sony.

Schlemmen

Meine Eltern waren zu Besuch in Hamburg und ein Familienbesuch bedeutet auch immer, dass geschlemmt wird. Diesmal waren wir im Tassajara in Eppendorf, einem bereits seit 1976 bestehenden, rein vegetarischen Restaurant. Viele der Speisen sind entweder eh vegan oder in einer veganen Variante bestellbar und die Qualität der Speisen ist wahnsinnig gut. Absolut zu empfehlen, auch wenn der Anlass mal ein etwas feinerer ist. Ich bin übrigens großer Fan der Pilzwiese 🙂

Ungesellig, finanzinteressiert, berufswechselwillig

In meinem wöchentlichen Logbuch lasse ich meine letzte Woche Revue passieren und schreibe über die Dinge, die mich gerade beschäftigen.

Stark tagesformabhängige Geselligkeitsenergie

In dieser Woche hatte ich relativ viele berufliche Meetings sowie den Mensastammtisch in der Freizeit. Dabei ist mir wieder mal richtig bewusst geworden, wie stark tagesformabhängig meine Energie dafür ist, mich in Gruppengesprächen einzubringen. Während es in einigen dieser Veranstaltungen sehr gut lief, hatte ich eine richtig grauenhafte dabei, in der ich mich zu fast gar keinem Wort durchringen konnte. Das lag nicht daran, dass ich nichts hätte beitragen können, mir lag sogar oft etwas auf der Zunge. Allerdings habe ich mich wie gelähmt gefühlt und es nicht geschafft, die Energie aufzubringen, meine Beiträge auszusprechen. Das war eine richtig schlimme Erfahrung, die mir zeigt, dass ich noch nicht so weit bin, wie ich eigentlich dachte und dass ich wieder härter an meinen sozialen Skills arbeiten sollte. Ich sehe es jetzt positiv, dass das Thema durch dieses Erlebnis wieder in meinem Bewusstsein ist und dass ich mich selber in nächster Zeit in sozialen Situationen bewusst wieder mehr pushen kann.

Cashkurs

Ganz anderes Thema: das liebe Geld. Ein trockenes, unsympathisches Thema, an dem ich bislang in meinem Leben noch nie ein Interesse hatte. Mittlerweile stört mich aber jedes Thema sehr, bei dem ich völlig unwissend von anderen abhängig bin. Wenn ich sehe, wie Kunden bei Themen beraten werden, bei denen ich mich auskenne (Elektrofachmärkte), dann stellt sich mir die Frage, ob mich ein Bankberater nicht auch so über den Tisch ziehen würde, wenn ich ahnungslos z.B. nach einer guten Anlagemöglichkeit fragte. Also habe ich den Entschluss gefasst, mich selber aufzuschlauen und meine Geschicke selbst in die Hand zu nehmen. Zu diesem Zweck habe ich mir das Buch Cashkurs von Dirk Müller gekauft und in ein paar Tagen schon fasst komplett durchgelesen. Ich hätte nicht gedacht, dass mich das Thema so begeistern kann: Das Buch ist an Anfänger wie mich gerichtet und beschreibt die wichtigsten Anlageformen, Altersvorsorgen, Versicherungen, Investmentmöglichkeiten usw. sehr unterhaltsam sowie einfach verständlich. Wer also seine persönlichen Finanzen selbst in die Hand nehmen will und noch keinen Schimmer davon hat, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen!

Beruflicher Kurswechsel

Mit meiner Tätigkeit als Softwareentwickler bin ich schon seit einiger Zeit nicht mehr so richtig zufrieden. Mir macht zwar die Tätigeit des Programmierens an sich Spaß, mich interessieren Dinge wie Anwendungsdesign oder neue technologische Entwicklungen aber überhaupt nicht. Obwohl ich denke, dass ich einen guten Job mache, glaube ich nicht, dass das eine gute Grundlage ist, diese Tätigkeit auch in ferner Zukunft noch auszuüben. Letztlich ist das sicherlich auch ein Mitgrund dafür, dass ich im Oktober ein Psychologiestudium angefangen habe.

Weil ich überhaupt noch keine Vorstellung davon habe, was für eine Tätigkeit ich in Zukunft ausüben könnte, beobachte ich seit einiger Zeit, welche Aspekte meiner Arbeit mir Spaß machen und welche nicht. Momentan habe ich das Glück, etwas vielfältigere Aufgaben zu haben und habe dabei festgestellt, dass es mir richtig Spaß macht, wenn es entweder um fachliche Themen (was wünscht sich der Kunde?) oder um die Arbeitsmethodik (Wie arbeiten wir als Team zusammen?) geht. Wenn es um die mögliche technische Umsetzung geht, also der Bereich, für den ich eigentlich zuständig bin, habe ich hingegen weniger Spaß. Da liegt die Schlussfolgerung nahe, dass ich mich in Zukunft eher aus der Technik entfernen und eher hin zur methodischen Beratung orientieren sollte.

Die offensichtliche Position dafür wäre die des Scrum-Masters, die ich mir im Moment sehr gut vorstellen könnte. In dieser Rolle müsste ich mich auch nicht mehr unbedingt mit dem umzusetzenden Produkt identifizieren, was mir in meiner bisherigen beruflichen Laufbahn ohnehin noch nie gelungen ist. Außerdem würde ich dort auch mein Wissen aus dem Psychologie-Studium wunderbar einsetzen können. Für den Rest des Jahres bin ich auf jeden Fall noch als Softwareentwickler im Einsatz. Ein möglicher Plan wäre jetzt gegen Ende des Jahres eine Zertifizierung als Scrum Master zu machen um dann im nächsten Jahr zu versuchen, eine entsprechende Stelle zu bekommen.

Fundstücke 002

In den Fundstücken verlinke ich in unregelmäßigen Abständen fünf interessante Links, auf die ich gestoßen bin.

Lack-Offensive gegen Wildpinkler auf St. Pauli | St. Pauli Nu*de
Zurückpinkelnde Wände, wieso ist da vorher noch niemand drauf gekommen?

Why People “Fly from Facts” | Scientific American
Der Mensch glaubt an Fakten – solange sie die eigene Meinung untermauern. Tun sie das nicht, werden sie gern ignoriert oder abgetan.

Are humans getting cleverer? | BBC
Gemessen an der Performance in IQ-Tests nimmt die Intelligenz der Weltbevölkerung stetig zu. Der Artikel erklärt die Hintergründe dazu und stellt die Frage, wieso dann nicht mehr Genies unter uns wandeln als früher.

Hello and welcome to my blog! It’s all about yummy vegan recipes! | The vegan vulture
Meine (viel!) bessere Hälfte hat ein Blog gestartet und teilt im ersten Eintrag das Rezept ihrer großartigen veganen Bolognese-Sauce. Die Fastenzeit ist vorbei, also lesen, nachkochen und folgen!

“Super Mario Bros.” on Sax Quartet by myself | YouTube
Ein Medley aller möglichen Super Mario Bros. Melodien von einer Person auf vier Instrumenten eingespielt. Genial arrangiert hat es mich mit Leichtigkeit wieder zurück in meine Kindheit versetzt.

Fundstücke 001

In den Fundstücken verlinke ich in unregelmäßigen Abständen fünf interessante Links, auf die ich gestoßen bin.

11 Comics Every Introvert Will Understand
Ich habe sie alle verstanden und mich sogar in den meisten wiedergefunden. Können sich ruhig auch mal die Extros anschauen, um Verständnis für uns Intros aufzubauen.

Vegan Guide für Hamburg
Ein gedrucktes veganes Branchenbuch, das man sogar bei der Touristeninformation bekommen kann, toll! Leider wird es nicht lange aktuell bleiben, denn hier in Hamburg macht gefühlt jede Woche eine neue vegane Lokalität auf.

VITAMIN B12: A VEGAN NUTRITION PRIMER
Man kann gar nicht genug Artikel verlinken, die Klarheit über B12 schaffen. Kurzfassung für Veganer: Supplementiert B12, vorzugsweise in der Form von Cyanocobalamin. Lest den Artikel für Hintergründe!

Problems Too Disgusting to Solve
Sauberes Wasser ist immer noch ein riesiges Problem auf diesem Planeten. Es gibt Methoden, aus Klärwasser sicher und wissenschaftlich bewiesen sauberes Trinkwasser herzustellen, doch es scheitert am Ekel der Menschen. Bill Gates setzt sich für die Methode ein.

Die Kassierer
Spitzenmäßiger Artikel, der mit der Mär von der vom Staat ausgequetschten Mittelschicht aufräumt, unbedingt lesen!

Das historische Feierbiest frisst Pizza

In meinem wöchentlichen Logbuch lasse ich meine letzte Woche Revue passieren und schreibe über die Dinge, die mich gerade beschäftigen.

So viele Parties

Zu den Dingen, die ich momentan fast gar nicht mehr tue, gehört definitiv das Feiern gehen. Die ersten Wochen des Jahres waren diesbezüglich sehr ruhig, doch am letzten Wochenende standen gleich drei Feiern direkt hintereinander an. Es hätte ruhig ein bisschen mehr verteilt sein können, aber man muss die Feste feiern, wie sie fallen 🙂

Los ging es am Donnerstag: Von der Arbeit aus waren wir zu einer Projektfeier geladen. Es ging nachmittags los mit Sektempfang, bevor wir uns auf zwei Reisebusse aufteilten und eine Tour in die Containerterminals des Hamburger Hafens unternahmen. Zunächst schauten wir uns das modernste Terminal der Welt in Altenwerder an, welches vollautomatisch riesige Frachter be- und entlädt. Zu unserem Glück waren grad zwei große Schiffe vor Anker, eines mit Platz für 8.000 und eines mit Platz für 15.000 Standardcontainer á 20 Fuß. Danach haben wir einen kurzen Abstecher in den internationalen Seemannsclub Duckdalben gemacht, bevor wir uns zuletzt noch ein zweites Containerterminal angesehen haben. Zum gemütlichen Teil des Abends sind wir dann ins Portugiesenviertel in ein Rodiziorestaurant gefahren, d.h. dort sitzt man am Tisch und die Kellner kommen mit riesigen Fleischspießen vorbei und schneiden es den Fleischessern direkt auf den Teller. Ein übler Fleischtempel also. Ich habe zwar problemlos reichlich veganes Essen bekommen, allerdings war es schon widerlich, dass mir ständig mit Fleischspießen vorm Gesicht rumgewedelt wurde.

Am Freitag stand dann eine Rückreise in meine alte Heimat an, denn mein Bruder feierte seinen 30. Geburtstag. Dazu gibts garnicht viel zu sagen, außer dass es ne ziemlich coole Party war. Ich habe mittlerweile wirklich Spaß an solchen Familienfeiern. Vor ein paar Jahren war mein Interesse daran noch nicht so hoch…

Die dritte und letzte Feier des Wochenendes fand am Samstag abend wieder in Hamburg in Form eines Geburtstags statt. Nach den drei Tagen war ich ganz schön gerädert, ich bin zu alt für sowas. Da am Sonntag das Wetter mies war, habe ich den Tag im Schlafanzug in der Wohnung verbracht, das war toll!

Vistro Hamburg

Am Montag abend haben wir eine neue vegane Pizzeria ausprobiert: Das Vistro in Bramfeld. Das Besondere daran ist, dass es keine festgelegten Preise gibt, sondern dass sie die Pizzen gegen eine Spende herausgeben. Ein Konzept, dem ich beide Daumen drücke, dass es funktioniert. Die Pizzen könnten etwas größer sein, doch geschmeckt haben sie klasse!

Geschichtstick

Ich lese im Moment grad sehr gern historische Romane. In diesem Zusammenhang möchte ich gern die Jahrhundertsaga von Ken Follett empfehlen, die das 20. Jahrhundert in drei Büchern mit je über 1.000 Seiten in spannender Form nacherzählt. Die fiktiven Geschichten sind in die tatsächlichen Ereignisse eingebettet und ich habe jetzt schon eine Menge gelernt. Im Moment bin ich gerade in der Mitte des zweiten Bands und begeistert!

Mensa

Zum großen Jahrestreffen der Mensa in Deutschland in Köln kann ich in diesem Jahr leider nicht hin, weil ich schon anderweitige Termine habe. Es gibt allerdings auch ein jährliches Treffen der europäischen Mensas, welches jedes Jahr in einer anderen europäischen Stadt stattfindet, in diesem Jahr in Berlin. Dafür habe ich mich angemeldet und freue mich sehr darauf. Morgen steht aber erstmal wieder der monatliche Stammtisch in Hamburg an.